Lexikonstichwort | Beitrag aus „Mitbestimmung von A-Z“ 08.04.2016

Kündigungsschutzprozess

Im Rahmen eines Kündigungsschutzprozesses erhebt der Arbeitnehmer Kündigungsschutzklage und macht geltend, dass eine ordentliche oder außerordentliche (fristlose) Kündigung des Arbeitgebers sozial ungerechtfertigt oder aus anderen Gründen rechtsunwirksam ist.

Kündigungsausspruch

Der Kündigungsausspruch läuft in der Regel in zwei möglichen Szenarien ab:

Szenario 1

Dem Arbeitnehmer geht per Post die Kündigung zu. Entweder zieht er die Kündigung morgens aus seinem Briefkasten oder der Postbote klingelt und der Arbeitnehmer quittiert den Erhalt eines Einschreibens, welches die Kündigung enthält. In diesem Augenblick ist die Kündigung zugegangen und die Frist zur Erhebung der Kündigungsschutzklage läuft. War der Arbeitnehmer nicht anwesend, als der Postbote das Einschreiben abgeben wollte, hat der Postbote in der Regel eine Benachrichtigung im Briefkasten des Arbeitnehmers hinterlegt. Dies stellt noch keinen Zugang der Kündigung dar. Erst wenn der Arbeitnehmer die Kündigung auf der Post abholt, ist ihm die Kündigung zugegangen.

Szenario 2

Der Arbeitnehmer wird in das Büro seines Vorgesetzten gerufen. Dort wird ihm von seinem Vorgesetzten und gegebenenfalls in Anwesenheit eines oder mehrerer Zeugen die Kündigung überreicht. Gewöhnlich wird der Arbeitnehmer sodann aufgefordert, den Erhalt der Kündigung zu quittieren. Hierzu existiert meist ein vorgefertigtes Schreiben, auf dem sich der nachfolgend vorformulierte Text befindet, den der Arbeitnehmer unterzeichnen soll.

„Kündigung …

Autor: WEKA Redaktion

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