Lexikonstichwort | Beitrag aus „Mitbestimmung von A-Z“ 08.04.2016

Kündigungseinspruch

Mit dem Kündigungseinspruch kann der Arbeitnehmer, der eine Kündigung für sozial ungerechtfertigt hält, gegen diese Kündigung Einspruch beim Betriebsrat einlegen.

Die gesetzlichen Vorgaben

Nach § 3 KSchG kann ein Arbeitnehmer, der eine Kündigung für sozial ungerechtfertigt hält, binnen einer Woche nach der Kündigung Einspruch beim Betriebsrat einlegen. Erachtet der Betriebsrat den Anspruch für begründet, so hat er zu versuchen, eine Verständigung mit dem Arbeitgeber herbeizuführen. Auf Verlangen hat er seine Stellungnahme zu dem Einspruch sowohl dem Arbeitnehmer als auch dem Arbeitgeber schriftlich mitzuteilen.

Kündigungseinspruch als Reaktion des Arbeitnehmers auf die Kündigung

Reaktionsmöglichkeiten des Arbeitnehmers

Ist dem Arbeitnehmer gekündigt worden, so wird er die Kündigung zumeist für sozial ungerechtfertigt halten. Sozial ungerechtfertigt bedeutet in diesem Zusammenhang, dass der Arbeitnehmer davon ausgeht, dass der Arbeitgeber keinen Grund hat, ihm aus

  • personenbedingten

  • verhaltensbedingten

  • oder betriebsbedingten

Gründen fristgerecht zu kündigen oder die Kündigung aus sonstigen Gründen unwirksam ist. Von § 3 KSchG wird auch erfasst, wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer fristlos aus einem wichtigen Grund gekündigt hat.

Frist beachten

Hält der Arbeitnehmer die aus seiner Sicht sozial ungerechtfertigte Kündigung in Händen, so hat er eine Woche Zeit, um nach der Kündigung Einspruch beim Betriebsrat einzulegen. Das Kündigungsschutzgesetz sagt nichts Genaues zum …

Autor: WEKA Redaktion

Sie sehen nur einen Ausschnitt aus dem Produkt „Mitbestimmung von A-Z“. Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, „Mitbestimmung von A-Z“ 30 Minuten lang live zu testen - sofort, ohne Registrierung und mit Zugriff auf fast alle Funktionen.

„Mitbestimmung von A-Z“ jetzt 30 Minuten live testen!