06.04.2016

Kündigung, krankheitsbedingte

In der betrieblichen Praxis ist die Kündigung wegen Krankheit des Arbeitnehmers der häufigste Anwendungsfall der personenbedingten Kündigung. Einem Arbeitnehmer kann krankheitsbedingt gekündigt werden, wenn er aufgrund gesundheitlicher Probleme nicht (mehr) in der Lage ist, seine Pflichten aus dem Arbeitsvertrag zu erfüllen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Die krankheitsbedingte Kündigung ist ein Sonderfall der personenbedingten Kündigung.

  • Entgegen einem weit verbreiteten Irrglauben kann ein Arbeitsverhältnis sowohl während als auch wegen einer Krankheit gekündigt werden.

  • Bei Kündigungen infolge krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit unterscheidet man im Wesentlichen zwei Fälle: Langzeiterkrankungen und häufige Kurzerkrankungen.

  • Der Arbeitnehmer kann hier die vertraglich geschuldete Arbeitsleistung nicht oder nicht in vollem Umfang erbringen, selbst wenn er es wollte.

  • Unter den Krankheitsbegriff fallen auch Alkohol-, Drogen und Tablettensucht.

  • Eine krankheitsbedingte Kündigung ist nur zulässig, wenn zum Zeitpunkt der Kündigung davon auszugehen ist, dass die bisherige Situation auch nach dem Beendigungstermin weiter anhält („negative Prognose“).

  • Durch die Krankheit des Arbeitnehmers und die Negativprognose muss es zu erheblichen betrieblichen Ablaufstörungen und wirtschaftlichen Belastungen des Arbeitgebers kommen.

  • Versetzung und Änderungskündigung haben Vorrang vor der krankheitsbedingten Kündigung.

  • Sobald ein Arbeitnehmer innerhalb eines Jahres länger als sechs …

Autor: Dr. Martina Rissing

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