06.04.2016

Kündigung

Die Kündigung ist eine einseitige, empfangsbedürftige Willenserklärung einer der beiden Vertragsparteien, durch die das Arbeitsverhältnis zu einem bestimmten Zeitpunkt sofort oder in der Zukunft aufgehoben werden soll.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Das Recht der Kündigung steht grundsätzlich beiden Vertragsparteien zu, dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer.

  • Die Kündigung muss grundsätzlich schriftlich erfolgen.

  • Für den Arbeitgeber ist die Kündigung aufgrund der Kündigungsschutzvorschriften an sehr viel strengere Voraussetzungen geknüpft als für den Arbeitnehmer.

  • Man unterscheidet grundsätzlich zwischen der ordentlichen und der außerordentlichen Kündigung.

  • Eine ordentliche Kündigung liegt vor, wenn das Arbeitsverhältnis vom Arbeitgeber oder Arbeitnehmer unter Einhaltung der maßgebenden (gesetzlichen, tariflichen oder arbeitsvertraglich vereinbarten) Frist gekündigt wird.

  • Bei einer außerordentlichen Kündigung hingegen verzichtet der Arbeitgeber oder Arbeitnehmer auf die Einhaltung der Kündigungsfrist, er will das Arbeitsverhältnis sofort beenden. Hierfür benötigt er jedoch einen wichtigen Grund.

Das steht im Gesetz

Der Arbeitsvertrag ist ein besonderes Schuldverhältnis und wird in den §§ 611 ff. BGB geregelt. Dort sind auch die Vorschriften zur Vertragsbeendigung durch Kündigung und Auflösungsvertrag zu finden (vgl. insbesondere die §§ 622, 623 und 626 BGB).

Regelungen zum Kündigungsschutz sind im KSchG untergebracht. Dort sind insbesondere § 1 Abs. 1 bis 3 KSchG (allgemeiner Kündigungsschutz) …

Autor: Dr. Martina Rissing

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