12.11.2018

Krankenversicherung: Entlastung für Beitragszahler

Vom Januar nächsten Jahres an werden gesetzlich Versicherte weniger für die Krankenversicherung zahlen. Der Zusatzbeitrag – durchschnittlich 1 Prozent des Versichertenbeitrags – wird zur Hälfte wieder von den Arbeitgebern übernommen. Der Bundestag stimmte dem entsprechenden Gesetzentwurf der Bundesregierung zu. Die Finanzreserven der Krankenkassen sollen nur eine Monatsausgabe betragen dürfen.

Krankenversicherung

Was ist neu in der Gesetzlichen Krankenversicherung ab 2019?

Mit dem Versichertenentlastungsgesetz wird in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ab 2019 die vollständige paritätische Finanzierung wieder eingeführt. So wird der Zusatzbeitrag, der bisher nur von den Versicherten getragen wird, künftig zu gleichen Teilen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern bezahlt.

Beitragszahler sollen entlasstet werden

Der paritätisch finanzierte allgemeine Beitragssatz in der Krankenversicherung in Höhe von 14,6 Prozent bleibt erhalten. Die Beitragszahler sollen mit dem Gesetz um insgesamt rund acht Milliarden Euro pro Jahr entlastet werden.

Einführung einer Rücklagengrenze bei den Krankenkassen

Angesichts der zum Teil hohen Rücklagen bei den Krankenkassen wird die Pflicht eingeführt, dass die Rücklage eine Monatsausgabe nicht mehr überschreiten darf. Überschüssige Beitragseinnahmen müssen ab 2020 innerhalb von drei Jahren abgebaut werden. Darüberhinaus dürfen Krankenkassen mit einer Reserve von mehr als einer Monatsausgabe ihren Zusatzbeitrag nicht anheben. Zugleich soll der sogenannte Risikostrukturausgleich (RSA) reformiert werden, um den Kassenwettbewerb nicht zu verzerren.

Autor: Werner Plaggemeier (langjähriger Herausgeber der Onlinedatenbank „Personalratspraxis“)