08.04.2016

Krankenrückkehrgespräch

Es gibt kein Gesetz, das den Arbeitgeber zur Durchführung von Krankenrückkehrgesprächen (Fehlzeitengespräche, Fürsorgegespräche, Mitarbeitergespräche oder Ähnliches) verpflichtet. Dennoch sind diese in der Praxis weit verbreitet und werden immer häufiger in den Unternehmen durchgeführt.

Krankenrückkehrgespräche gibt es schon länger. Aber noch immer besteht weitgehend Unklarheit darüber, was sie eigentlich bedeuten, wie problematisch sie sind und wie weit die Offenbarungspflicht bei solchen Gesprächen geht.

Auf die Fragestellungen, was Krankenrückkehrgespräche eigentlich sind, was der Arbeitgeber hierdurch erreichen will, inwieweit und wie viel vom Arbeitnehmer offenbart werden muss, wann der Betriebsrat aktiv werden sollte, welche Rechte der Betriebsrat hier hat und was zu tun ist, wenn sich der Arbeitgeber über entsprechende rechtliche Vorgaben hinwegsetzt, beantwortet der folgende Beitrag.

Rechtliche Voraussetzungen

Unter einem Krankenrückkehrgespräch oder auch Rückkehrgespräch versteht man ein oder mehrere Gespräche, die ein Arbeitgeber/Vorgesetzter/Mitarbeiter der Personalabteilung mit einem kürzlich arbeitsunfähig erkrankten Arbeitnehmer nach dessen Rückkehr an seinen Arbeitsplatz führt. Das Gespräch/die Gespräche sollen dazu dienen, Gründe für die bestehende Erkrankung aufzuklären.

Die Arbeitgeberseite wird versuchen, sich bereits im Vorfeld über die Vor- und Nachteile eines solchen Gesprächs klar zu werden, einen entsprechenden Leitfaden zu entwickeln und vor …

Autor: Edith Linnartz

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