News | Personalrat
18.01.2016

Keine Belege mehr bei einer elektronischen Steuererklärung

Die Bundesregierung will das Besteuerungsverfahren weiter vereinfachen und modernisieren. So brauchen Steuerzahler in Zukunft bei einer elektronischen Steuererklärung dem Finanzamt in der Regel keine Belege mehr vorzulegen.

elektronischen Steuererklärung© Gary AndreyPopov /​​​​​ iStock​​ /​​​​​​​​​​​ Thinkstock

Das Bundeskabinett hat ein Maßnahmenpaket beschlossen, um das Besteuerungsverfahren in Deutschland zu modernisieren. Wenn Bundestag und Bundesrat im ersten Halbjahr dieses Jahres grünes Licht geben, treten die neuen Regeln zum 1. Januar 2017 in Kraft.

Misstrauen gegen Verfahren der elektronischen Steuererklärung

Für Bürger, die dem Verfahren der elektronischen Steuererklärung misstrauen, ist die Möglichkeit vorgesehen, die persönliche Bearbeitung durch Mitarbeiter der Finanzverwaltung zu beantragen. Grundsätzlich will die Regierung diese aber von der Belastung mit den Massenverfahren befreien. Nur bei offensichtlich unplausiblen Angaben durch die Steuerpflichtigen und Stichproben sollen die Beamten persönlich tätig werden.

Ein Motiv der Regierung dabei ist es, teure Steuerexperten durch billige Computer zu ersetzen. Außerdem, so hofft das Bundesfinanzministerium, könnten sich die verbleibenden Beamten dann auf die lukrativen Steuerfälle konzentrieren, die hohe Einnahmen für den Staat erbringen. Deshalb sollen auch Selbstständige und Unternehmen vorläufig nicht in das automatisierte Verfahren einbezogen werden.

Autor: Werner Plaggemeier 

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