08.04.2016

Jugend- und Auszubildendenvertretung

Die Vorschriften, welche die Jugend– und Auszubildendenvertretung betreffen, finden sich in den §§ 60 bis 73 b BetrVG. Die JAV ist kein gegenüber dem Betriebsrat selbstständig bestehendes betriebsverfassungsrechtliches Organ. Das bedeutet, dass sich ihre Mitwirkung im Wesentlichen über den Betriebsrat vollzieht. Denn dieser nimmt die Interessen aller Arbeitnehmer und damit auch der Jugendlichen und Auszubildenden im Betrieb gegenüber dem Arbeitgeber wahr. Die JAV hingegen hat sich die Wahrnehmung der besonderen Interessen der jugendlichen Arbeitnehmer und der zu ihrer Berufsausbildung Beschäftigten gegenüber dem Betriebsrat auf die Fahnen geschrieben. Dies bedeutet für das Tätigwerden der JAV grundsätzlich, dass diese, sofern sie Maßnahmen gegenüber dem Arbeitgeber durchführen will, hierfür der Mitwirkung des Betriebsrats bedarf. Die jüngeren Arbeitnehmer und Auszubildenden haben mit der JAV die Möglichkeit, ihre altersspezifischen Interessen und Bedürfnisse gegenüber dem Betriebsrat und damit auch gegenüber dem Arbeitgeber geltend zu machen.

Wahl der JAV

Gemäß § 60 BetrVG wird in Betrieben mit in der Regel mindestens fünf Arbeitnehmern, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben (jugendliche Arbeitnehmer) oder die zu ihrer Berufsausbildung beschäftigt sind und das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, eine Jugend- und Auszubildendenvertretung gewählt.

Wahlberechtigung

Nach § 61 BetrVG sind wahlberechtigt

  • alle Auszubildenden, die das 25. Lebensjahr noch …

Autor: WEKA Redaktion

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