Lexikonstichwort | Beitrag aus „Wirtschaftliche Angelegenheiten“ 23.05.2016

Jahresabschluss

„Veraltet“. „Zahlenmärchen“. Viele Kritiker sehen keinen Sinn darin, dass sich ein Betriebsrat überhaupt noch mit dem Jahresabschluss beschäftigen soll. Zu vielfältig seien die Möglichkeiten des Arbeitgebers, das Bild des Unternehmens darin zu schönen. Doch stimmt das immer? Immerhin: Derart dichte Informationen finden Sie als Betriebsrat in keiner anderen Quelle. Und: Kann ein geschönter Umsatz nicht doch auch die Grundlage für entsprechend schöne Lohnforderungen abgeben? Dabei ist der Jahresabschluss kein Buch mit sieben Siegeln. Er enthüllt Ihnen seine Geheimnisse bereitwillig, wenn Sie sich einmal näher mit ihm befassen. Das dafür nötige Rüstzeug finden Sie hier.

Argumentation des Arbeitgebers

Sie als Betriebsrat müssen ja deswegen nicht gleich zum Bilanzexperten werden, aber eine gewisse Grundkompetenz im Umgang mit dem Jahresabschluss verschafft Ihnen in der Auseinandersetzung mit dem Arbeitgeber Selbstbewusstsein und Stärke.

Der Jahresabschluss ist das Haushaltsbuch des Unternehmens. Er bildet das finanzielle Leben Ihres Unternehmens während des Geschäftsjahrs ab. Er liefert Ihnen Informationen über die wirtschaftliche Lage Ihres Unternehmens. Er ist der wichtigste Teil der externen Finanzberichterstattung des Unternehmens, weil das Unternehmen damit an Adressaten außerhalb des Unternehmens berichtet.

Häufig wird der Begriff „Bilanz“ synonym verwendet. Tatsächlich aber bildet die Bilanz nur einen Teil des Jahresabschlusses.

Die Handelsbilanz ist der nach den Vorschriften …

Autor: Friedrich Oehlerking (Friedrich Oehlerking ist erfahrener Journalist und berät Betriebsräte bei ihrer Pressearbeit.)

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