Lexikonstichwort | Beitrag aus „Mitbestimmung von A-Z“
08.04.2016

Insolvenz

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Ist ein Betrieb zahlungsunfähig oder droht er, zahlungsunfähig zu werden, muss er die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragen (§§ 17, 18 InsO). Der Betrieb ist zahlungsunfähig, wenn er seine fälligen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr erfüllen kann, also z.B. seine Zahlungen bereits eingestellt hat. Ein Betrieb droht, zahlungsunfähig zu werden, wenn er voraussichtlich nicht in der Lage sein wird, die bestehenden Zahlungsverpflichtungen im Zeitpunkt der Fälligkeit zu erfüllen.

Verfahren bis Eröffnungsbeschluss

Die Insolvenzordnung regelt unter anderem die Voraussetzungen für die Durchführung eines Insolvenzverfahrens. Das Insolvenzverfahren dient dazu, die Gläubiger eines Schuldners gemeinschaftlich zu befriedigen, in dem das Vermögen des Schuldners verwertet und der Erlös verteilt wird.

Antragstellung

Das Insolvenzverfahren wird durch einen entsprechenden Antrag beim Amtsgericht – Insolvenzgericht – eröffnet. Dieser Antrag kann bei Zahlungsunfähigkeit gestellt werden von:

  • dem Schuldner, d.h. dem betroffenen Betrieb, oder

  • jedem Gläubiger des Betriebs, wenn ein besonderes Rechtsschutzinteresse besteht. Das ist dann der Fall, wenn der Gläubiger zum Ausgleich seiner Forderung der Durchführung des Insolvenzverfahrens bedarf und seine Forderung gegenüber dem Schuldner und der Eröffnungsgrund beim Insolvenzgericht glaubhaft gemacht sind.

Bei drohender Zahlungsunfähigkeit kann der Antrag nur vom Schuldner gestellt werden.

Insolvenzgründe

Die Eröffnung des Insolvenzverfahrens …

Autor: WEKA Redaktion

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