14.12.2021

Inklusion ist ein weltweites Anliegen

Menschen mit Behinderungen wollen und sollen genauso leben wie nicht behinderte Menschen. Es ist von großer Bedeutung, dass sie mobil sein und ihren Alltag ohne fremde Hilfe bewältigen können. Darauf haben sie ein Recht, denn niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden, wie es im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verankert ist.

Inklusion

Internationaler Tag der Menschen mit Behinderungen

Am 3. Dezember begehen wir den „Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen“, ausgerufen von den Vereinten Nationen (UN). Die Erinnerung ist notwendig, da eine volle gesellschaftliche Teilhabe von behinderten Menschen bei Weitem noch nicht erreicht ist.

Nationales und internationales Anliegen

Nicht nur in Deutschland und der EU, sondern weltweit ist es ein Anliegen, das Recht von Menschen mit Behinderungen auf volle Integration in die Gesellschaft und in das Arbeitsleben zu gewährleisten. Die wichtigste Rechtsgrundlage für das internationale Behindertenrecht ist die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK). Demnach haben sich die Vertragsstaaten dazu verpflichtet, die Vorgaben hinsichtlich der Rechte und der Inklusion von Menschen mit Behinderungen einzuhalten. Der UN-Fachausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen kontrolliert dabei die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention auf rechtlicher und praktischer Ebene innerhalb der Vertragsstaaten.

Entsprechende Gesetzgebung

Auch ist es eine wesentliche Aufgabe des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, Chancengleichheit für alle Menschen mit Behinderungen herzustellen und ihnen eine gleichberechtigte berufliche und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Auf nationaler rechtlicher Ebene sorgen dafür zudem das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG), das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) und das Neunte Buch Sozialgesetzbuch (SGB IX). Schwerpunkte bei der Integration von behinderten Menschen ins Arbeitsleben liegen insbesondere in den Bereichen Ausbildung und Beschäftigung (Unterstützte Beschäftigung), Rehabilitation sowie in der Herstellung einer umfassend verstandenen Barrierefreiheit in den Unternehmen.

Informative Internetplattform der Regierung

Über die Internetplattform Einfach-Teilhaben.de stellt das BMAS im Rahmen der E-Government-Strategie der Bundesregierung weiterführende Informationen zur Verfügung. Dort können sich Betroffene sowohl von Arbeitgeberseite als auch von Arbeitnehmerseite über Themen wie Beschäftigungseinstieg für Hochschulabsolventen, Sicherung des Arbeitsplatzes, berufliche Neuorientierung, Teilzeitarbeit oder Selbstständigkeit informieren. Zudem werden verschiedene Förderungsmöglichkeiten für Arbeitgeber im Fall von Arbeitslosigkeit sowie soziale Leistungen vorgestellt. In einer Ratgeberrubrik können sich Betroffene über Möglichkeiten der Wiedereingliederung ins berufliche Leben wie das „Hamburger Modell“ informieren. Letzteres sieht eine stufenweise Wiedereingliederung nach einer Erkrankung zurück ins Berufsleben vor, sodass sich die Genesenen langsam wieder an den Arbeitsalltag gewöhnen können.

Autor*in: Andrea Brill (Andrea Brill ist Pressereferentin und Fachjournalistin.)