Lexikonstichwort | Beitrag aus „Arbeitsrecht für Betriebsräte - online“ 06.04.2016

Homeoffice

Ein Homeoffice ist ein Arbeitsplatz, den jemand in seiner privaten Sphäre betreibt. Gleichbedeutend ist der Begriff der Telearbeit. Unter Telearbeit versteht man die Verrichtung von Arbeit, die

  • teilweise oder ganz außerhalb des Betriebs

  • unter Nutzung elektronischer Kommunikationswege per Datenaustausch erfolgt.

Hierzu müssen vertragliche Regelungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber getroffen werden. Dank der modernen Informations- und Kommunikationsmittel ist ein solches Arbeiten immer besser möglich.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Um einen Arbeitnehmer im Homeoffice (Telearbeitnehmer) handelt es sich dann, wenn dieser trotz Abwesenheit in den Betrieb des Arbeitgebers eingegliedert ist, weil der Arbeitgeber Inhalt, Durchführung, Zeit, Dauer und Ort der Tätigkeit bestimmt.

  • Für Telearbeitnehmer gelten die gleichen arbeitsrechtlichen Schutzvorschriften wie für jeden anderen Arbeitnehmer auch. Insbesondere muss das ArbZG eingehalten werden.

  • Die Kosten für das Homeoffice trägt der Arbeitgeber.

  • Das Unternehmen hat bei Telearbeit z.B. den Vorteil, dass es weniger Büroflächen zur Verfügung stellen muss. Der Arbeitnehmer gewinnt an Flexibilität, z.B. zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

  • Dem Betriebsrat stehen Mitbestimmungsrechte nach dem BetrVG bereits dann zu, wenn die Telearbeit geplant wird. Es handelt sich dabei vor allem um Unterrichtungs- und Beratungsrechte.

  • Wird Telearbeit eingeführt, stehen dem Betriebsrat die echten Mitbestimmungsrechte zu.

Autor: Cecilia Hardenberg

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