News | Personalrat
05.03.2015

Gute Erfahrung mit Telearbeit

Die Erfahrungen der Pilotphase Telearbeit seien durchweg positiv gewesen, erklärt die Abteilungsleiterin für Personal und Organisation im Rathaus Bottrop. Die flexible, „Lebensphasenorientierte Personalpolitik“ sei eine Notwendigkeit in der heutigen Zeit.

Telearbeit© AmmentorpDK /​ iStock /​ Thinkstock

Pilotversuch Telearbeit im Rathaus Bottrop

Mit dem Pilotversuch Telearbeit gab es im Rathaus Bottrop (NRW) nur positive Erfahrungen, so war es im Online-Dienst zu lesen. Ab 2015 gilt nun eine unbefristete Dienstvereinbarung für 16 „Heimarbeiter“.
Sie arbeite viel effektiver, sagte eine Mitarbeiterin im „Home-Office-Job“. Sie sei dort alleine und niemand störe sie. Die Frau hat bei der Stadt seit Oktober 2013 einen Telearbeitsplatz. Sie besetzt eine 25-Stunden-Stelle und arbeitet täglich fünf Stunden – ist aber nur an zwei Tagen in ihrem Büro im Rathaus und an drei Tagen zu Hause. Familie und Beruf könne sie jetzt viel besser miteinander vereinbaren. Als ihre Tochter in der Schule erkrankte, musste sie vorzeitig abgeholt werden. Früher habe sie dann schnell etwas organisieren müssen. So aber hatte sie ihren Home-Office-Tag und konnte sich selber um die Zehnjährige kümmern. Das Angebot der Stadt, das zunächst als Pilotversuch startete, kam ihr sehr entgegen. Bis dahin waren die Großeltern eingesprungen, wenn es Engpässe bei der Kinderbetreuung gab, die stehen aber inzwischen nur noch eingeschränkt zu Verfügung. Und außerdem spare sie viel Geld durch die Telearbeit, freut sich die Gladbeckerin, weil sie die zehn Kilometer zwischen Gladbeck und Bottrop nun nicht mehr täglich fahren muss.

„Wir haben die Erfahrungen der Pilotphase ausgewertet, sie waren durchweg positiv“, erklärt die Abteilungsleiterin für Personal und Organisation (auch für die Telearbeit zuständig). Die „Lebensphasenorientierte Personalpolitik“ sei eine Notwendigkeit in der heutigen Zeit, um den Mitarbeitern eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen.

Es gibt unterschiedliche Arbeitszeitmodelle, in jedem Fall aber Präsenzpflicht an einem Tag in der Woche und die Pflicht zur Erreichbarkeit an den Heimarbeitstagen. Ob Telearbeit überhaupt möglich ist, wird im Einzelfall anhand der Aufgaben und Abläufe entschieden. Bei Stellen mit viel Publikumsverkehr sei das eher schwierig. Grundsätzlich bestehe das Angebot auch für Führungskräfte.
Für ihr Home-Office werden die Mitarbeiter von der Stadt aus datenschutzrechtlichen Gründen und zum Virenschutz mit einem Laptop ausgestattet.

Bild: © AmmentorpDK / iStock / Thinkstock

Autor: Werner Plaggemeier 

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