Lexikonstichwort | Beitrag aus „Kommentierte Betriebsvereinbarungen - online“ 07.04.2016

Gleitzeit

Gleitzeit ist ein wichtiges Instrument zur Arbeitszeitflexibilisierung. Wesensmerkmal der gleitenden Arbeitszeit ist, dass die Arbeitnehmer selbst entscheiden können, wann sie innerhalb einer vereinbarten Gleitzeitspanne ihre Arbeit beginnen und beenden. Innerhalb dieser vereinbarten Spanne verzichtet der Arbeitgeber auf sein Direktionsrecht.

Einführung zum Thema

Da die Gleitzeit den Arbeitnehmern gewisse Freiheiten bei der Gestaltung ihres Tagesablaufs einräumt, ist sie insbesondere bei Arbeitnehmern sehr beliebt.

Hinter dem Begriff „Gleitzeit” verbergen sich im Wesentlichen zwei unterschiedliche Modelle, nämlich

  1. die einfache Gleitzeit und

  2. die qualifizierte Gleitzeit.

Bei der „einfachen Gleitzeit“ wird lediglich der Beginn der täglichen Arbeitszeit variabel gestaltet. Es wird z.B. festgelegt, dass die Arbeit zwischen 7 Uhr und 9 Uhr begonnen werden kann und muss. Ansonsten sind die Arbeitnehmer verpflichtet, eine bestimmte Sollarbeitszeit (z.B. acht Stunden täglich) zu arbeiten.

„Qualifizierte Gleitzeit“ liegt vor, wenn dem Arbeitnehmer die Möglichkeit eingeräumt wird, innerhalb täglicher Gleitspannen, die einer festen Mindestarbeitszeit (= Kernarbeitszeit) vor- und nachgelagert sind, den Beginn und das Ende der Arbeit zu bestimmen, wobei innerhalb eines bestimmten Ausgleichszeitraums die regelmäßige Arbeitszeit erreicht werden muss.

Die Einzelheiten der Gestaltung des Gleitzeitmodells sollten in einer Betriebsvereinbarung geregelt werden.

Rechtsgrundlagen

Die arbeitsschutzrechtlichen …

Autor: Marc Hessling

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