Lexikonstichwort | Beitrag aus „Mitbestimmung von A-Z“ 08.04.2016

Gleichbehandlung

Seit 2006 ist das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz in Kraft, es dient der Umsetzung von vier europäischen Richtlinien und verbietet Benachteiligungen wegen des Geschlechts, der Rasse oder der ethnischen Herkunft, der Religion oder der Weltanschauung, des Alters, einer Behinderung oder der sexuellen Identität – gerade auch im Arbeitsleben.

Anwendungsgebiet

Das Gleichbehandlungsgesetz betrifft viele Bereiche unserer Rechtsordnung, der Schwerpunkt liegt im Bereich von Beschäftigung und Beruf. Die Bestimmungen gelten dort gleichermaßen für Arbeitnehmer, Auszubildende oder für den öffentlichen Dienst.

Betroffen ist aber auch das Zivilrecht, also Rechtsbeziehungen zwischen Privatpersonen. Darunter fallen Verträge mit Lieferanten, Dienstleistern oder Vermietern. Hierbei gehen die deutschen Regelungen zum Teil über europäische Vorgaben hinaus. Im Zivilrecht verlangt die EU mindestens Schutz vor Benachteiligungen wegen der Rasse, des Geschlechts und der ethnischen Herkunft.

Massengeschäfte

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz umfasst in § 19 für Massengeschäfte und privatrechtliche Versicherungen einen erweiterten Schutz. Auch Diskriminierungen wegen der sexuellen Identität, des Alters, der Behinderung und der Religionszugehörigkeit werden hier verboten. Unter Massengeschäften versteht man Geschäfte, bei denen das Ansehen der Person keine oder nur eine nachrangige Rolle spielt (etwa ein Einkauf im Supermarkt oder das Buchen einer Reise). Deshalb ist es nicht zu rechtfertigen,…

Autor: WEKA Redaktion

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