Lexikonstichwort | Beitrag aus „Mitbestimmung von A-Z“ 08.04.2016

Gesamtjugend- und Auszubildendenvertretung

In jedem Unternehmen, in dem mehrere Jugend– und Auszubildendenvertretungen bestehen, ist gemäß §72 Abs.1 BetrVG eine Gesamt-Jugend- und Auszubildendenvertretung zu bilden. Dabei hat grds. jede Jugend- und Auszubildendenvertretung ein Mitglied in die Gesamt-Jugend-und Auszubildendenvertretung zu entsenden (§72 Abs.2 BetrVG).

Errichtung

Wenn in einem Unternehmen mehrere Jugend- und Auszubildendenvertretungen bestehen, so muss eine Gesamt-Jugend- und Auszubildendenvertretung gebildet werden. Das ist eine zwingende Vorschrift (§ 72 Abs. 1 BetrVG). Dieser § 72 BetrVG entspricht in etwa § 47 BetrVG, der die Errichtung, Mitgliederzahl und Stimmgewichtung des Gesamtbetriebsrats regelt.

Entsendung

Jede örtliche Jugend- und Auszubildendenvertretung entsendet ein Mitglied in diese Gesamt-Jugend- und Auszubildendenvertretung und bestimmt mindestens ein Ersatzmitglied. Wenn mehrere Ersatzmitglieder bestimmt werden, so muss ihre Reihenfolge festgelegt werden.

Bei einer Jugend- und Auszubildendenvertretung, die nur aus einer Person besteht, ist diese Person automatisch Mitglied der Gesamt-Jugend- und Auszubildendenvertretung.

Regelung durch Tarifvertrag oder Betriebsvereinbarung

Allerdings kann – ebenso wie bei Gesamtbetriebsräten – durch Tarifvertrag oder Betriebsvereinbarung eine von dieser gesetzlichen Vorschrift abweichende Regelung bezüglich der Mitgliederzahl der Gesamt-Jugend- und Auszubildendenvertretung getroffen werden.

Wenn die Gesamt-Jugend- und Auszubildendenvertretung mehr …

Autor: WEKA Redaktion

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