News | Geschäftsführung Betriebsrat
07.10.2015

Generationenmanagement nimmt bei Daimler Fahrt auf

Demographischer Wandel – das klingt sanft. Doch dahinter verbergen sich weitreichende Herausforderungen auch für die Beschäftigten in Unternehmen. Wie wirken sie sich aus auf Arbeitsgestaltung, Gesundheitsförderung, Führung und Mitarbeiterentwicklung? Bei Daimler will man nichts dem Zufall überlassen. Unternehmensführung und Gesamtbetriebsrat einigten sich jetzt auf Grundpositionen dazu.

Generationenmanagement© contrastwerkstatt /​ fotolia.com

Unterschiedliche Vorstellungen

Geschäftsführung Betriebsrat. Scheinbar unterschiedlich die Vorstellungen von Arbeitgebern und Beschäftigtenvertretung zur Bewältigung des demographischen Wandels:

  • Arbeit so gestalten, dass alle Beschäftigten ihr volles Potential in jeder Lebensphase ausschöpfen – das möchte die Unternehmensleitung der Daimler AG nach den Worten von Wilfried Porth, Vorstand für Personal und Arbeitsdirektor & Mercedes-Benz Vans der Daimler AG.
  • Alle Beschäftigten gesund bis zur Rente arbeiten lassen – so die Zielsetzung der Beschäftigtenvertretung Michael Brecht zufolge, dem Vorsitzenden des Gesamtbetriebsrats der Daimler AG.

Überraschende Einigung

Umso überraschender jetzt die Einigung. Die Daimler AG und der Gesamtbetriebsrat unterzeichneten gemeinsame Grundpositionen zum Generationenmanagement. Vereinbart wurden dazu Maßnahmen und Ziele, die die Belegschaft hochqualifiziert und leistungsfähig erhalten sollen.

Wettbewerbsfähigkeit bewahren, demografischen Wandel meistern

Im Fokus der Grundpositionen stehen einer Konzernmitteilung zufolge Arbeitsgestaltung, Gesundheitsförderung, Führung und Mitarbeiterentwicklung. Daimler will damit seine Wettbewerbsfähigkeit bewahren und den Herausforderungen des demografischen Wandels entgegenwirken.

Klammer fürs Generationenmanagement

An den Standorten seien bereits erfolgreiche Maßnahmen umgesetzt. Neu sei, dass die Grundpositionen eine verbindende, übergreifende Klammer für das Generationenmanagement setzen. So stelle das Unternehmen seinen Mitarbeitern lebensphasenorientierte Beschäftigungsmodelle zur Verfügung und stärkt die gezielte Wissensweitergabe in altersgemischten Teams.

Vom Teenager bis zum Senior

Für Daimler arbeiten den Angaben zufolge 280.000 Mitarbeiter aus 150 Nationen, fünf Generationen – vom Teenager in der Ausbildung bis zum Senior Expert, der auch im Ruhestand die Belegschaft in Projekten unterstützt. Allen Generationen sollen die vereinbarten Grundsätze zum Generationenmanagement zugutekommen.

Zum Besten aller Generationen

Von den gemeinsamen Grundpositionen erhofft sich Brecht noch einmal mehr Bewegung für das Generationenmanagement. Maßnahmen zur Verbesserung von Ergonomie, an Lebensphasen und konkretem Bedarf orientierter Qualifizierung und vorausschauenden Personalentwicklung und Gesundheitsförderung seien wichtiger denn je.

Effizientes entlastetes Arbeiten

Ein Handlungsfeld sind innovative Arbeitsplätze, die effizientes und entlastendes Arbeiten ermöglichen, etwa bei Neuanläufen in der Produktion in der Planungsphase ergonomische Anforderungen noch stärker berücksichtigen. Als weiterer Aspekt der gemeinsamen Grundpositionen wird die Mitarbeiterführung genannt. Hierbei werden Führungskräfte besonders für Bedürfnisse unterschiedlicher Altersgruppen ausgebildet. So will man die Zusammenarbeit altersgemischter Teams fördern.

Sport und Fitness in Arbeit und Freizeit

Schließlich unterstützt der Konzern die Gesundheit seiner Mitarbeiter durch zahlreiche Sport- und Fitnessprogramme – während der Arbeit und in der Freizeit, arbeitsplatznah.

Autor: Friedrich Oehlerking 

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