07.04.2016

Gehaltserhöhung über Arbeitszeitregelungen

Gerade in Betrieben ohne Tarifbindung ist oft seit der letzten Gehaltserhöhung schon einige Zeit ins Land gegangen. Und immer wenn man den Chef mal auf eine – doch eigentlich schon längst mal wieder fällige – Gehaltserhöhung anspricht, erntet man nichts anderes als ein leicht gequältes Lächeln. Nur eine Gehaltserhöhung kommt dabei nicht wirklich heraus, und wenn, dann nur eine, die den Namen nicht unbedingt verdient hat.

Einführung zum Thema

Gehaltserhöhung durch die Hintertür – Ein praktisches Beispiel für ein erfolgreiches Koppelungsgeschäft

Kommt Ihnen das auch bekannt vor? Natürlich kann ich Ihnen jetzt den Rat erteilen, sich doch gewerkschaftlich zu organisieren und, wenn man einen genügend hohen Organisationsgrad hat, den Arbeitgeber über einen gewerkschaftlich getragenen Arbeitskampf zu einem Tarifvertrag zu zwingen. Das würde auch zweifellos funktionieren. Aber erfahrungsgemäß ist es oft ein langer Weg, bis man einen genügend hohen Organisationsgrad erreicht hat, um streikfähig zu werden.

Wenn das nicht (so schnell) klappt?

In der Zwischenzeit muss man sich also anders behelfen: Der Betriebsrat muss dabei zwar den Tarifvorbehalt (§ 77 Abs. 3, § 87 Abs. 1 Satz 1 BetrVG) beachten, gleichwohl gibt es gewisse Möglichkeiten, um dennoch für seine Kollegen einige „Kastanien aus dem Feuer“ zu holen.

Ein recht interessanter Ansatzpunkt kann hier eine bislang weitgehend unbeachtet gebliebene Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts sein:

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat …

Autor: Marc Hessling

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