News | Geschäftsführung Betriebsrat
23.05.2016

Gehaltscheck: Beratungsinstrument für Betriebsräte

Die Sonne scheint – natürlich nur auf der anderen Straßenseite. Und in anderen Gegenden wird sowieso mehr gezahlt als bei uns. Ist das wirklich so? Und, wenn ja, wo? Zumal Betriebsräte werden das oft gefragt. Die BA hat eine Handreichung zur Beantwortung entwickelt: den Entgeltatlas.

Gehaltsübersicht© iofoto /​ fotolia.com

Wo macht Geld glücklich?

Geschäftsführung Betriebsrat. „Geld macht nicht glücklich!“ Sie jedenfalls nicht, wenn sie ihren Gehaltszettel betrachte, beschwert sich eine Schwester bei Ihnen, nehmen wir einmal an, Betriebsrat in einem Krankenhaus – in Berlin, Essen, Hildesheim, egal. Ein Bekannter habe ihr gesagt, in Bayern könnte sie viel mehr verdienen. Sie überlege jetzt einen Ortswechsel, was Sie ihr rieten.

Wahl der Qual: Selbst recherchieren oder aufgeben

Wenn Sie es nicht selber aus anderen Quellen wüssten – was gemeinhin eher die Ausnahme sein dürfte –, standen Sie bislang bei solchen Anfragen vor der Wahl: entweder eine eigene aufwendige Recherche anstellen oder freimütig bekennen: Sie wüssten es nicht.

Entgeltatlas der BA

Diesem Manko kann nun abgeholfen werden. Fragen wie diese soll Ihnen jetzt der Entgeltatlas der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) beantworten. Mit ihm soll man mit wenigen Klicks schnell und einfach herausfinden können,

  • wer in Deutschland
  • wie viel verdient,
  • gegliedert nach Bundesländern, Geschlecht und Alter.

Was verdient eine Krankenschwester?

Beispiel Krankenschwester: Sie geben auf https://entgeltatlas.arbeitsagentur.de im Feld „Suchwort“ den gesuchten Beruf „Krankenschwester“ ein. Sie können die Suche noch eingrenzen nach Region, Altersgruppe, Geschlecht. Daraufhin erhalten Sie eine mehr oder weniger lange Liste von Suchtreffern. Auf ihr suchen Sie die gewünschte Spezifizierung heraus, zum Beispiel „Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger“.

Gehälter in Bayern

Wenn Sie sich für Gehälter in Bayern interessieren, bekommen Sie etwa als Ergebnis – je nach Wunsch als Landkarte, Grafik oder Tabelle – angezeigt, dass 42.808 vollzeitbeschäftigte Kinderkrankenpfleger in Bayern monatlich 3.217 Euro brutto verdienen.

Vergleichswerte für Deutschland

Sie können sich auch Vergleichswerte für Deutschland anzeigen lassen. Dabei erfahren Sie, dass die Kollegen vorwiegend im Westen und Süden der Republik und in Schleswig-Holstein und Bremen zwischen 3.119 und 3.565 Euro monatlich brutto nach Hause tragen, während sie im übrigen Norden und Osten sich mit einem Brutto zwischen 2.637 und 3.118 Euro begnügen müssen.

Mittelwert des Bruttomonatsgehalts

Der Entgeltatlas zeigt den Mittelwert des Bruttomonatsgehalts in Euro von sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten im Jahr 2014 an. Die Nutzung kostet nichts. Angaben stehen für fast alle Berufe zur Verfügung, betont die Agentur in einer Mitteilung an die Presse.

Alles zu Tarifen im DIN A6-Format

Wem das nicht reicht und Fragen nach der durchschnittlichen Tarifsteigerung 2015, gesetzlichen Mindestlohn und zusätzlich gezahlten tariflichen Branchenmindestlöhne, tariflichem Urlaubsgeld in der Metall- und Elektroindustrie, der Höhe von Jahressonderzahlungen im Bankgewerbe und zahlreiche andere Fragen rund um die Tarifpolitik beantworten muss, der konsultiert das gerade erschienene Statistische Taschenbuch Tarifpolitik 2016 des WSI-Tarifarchivs der Hans-Böckler-Stiftung – in DIN A6 eine praktische Zusammenstellung von Daten und Fakten zur Tariflandschaft und zur Tarifpolitik in Deutschland.

 

Autor: Friedrich Oehlerking 

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