04.02.2019

Gefährdungsbeurteilung berücksichtigt häufig nicht psychische Belastungen

In Einrichtungen der öffentlichen Hand liegen Gefährdungsbeurteilungen zwar deutlich häufiger vor als in privatwirtschaftlich geführten Betrieben. Doch auch bei ihnen fehlt in fast jedem zweiten Fall die Berücksichtigung psychischer Belastung. Dies ergibt sich aus dem jüngsten Bericht der Bundesregierung über Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, den das Bundeskabinett am 12.12.2018 beschlossen hat.

Gefährdungsbeurteilung

Oft fehlen die Voraussetzungen

In fast jedem zweiten Fall einer Gefährdungsbeurteilung fehlt die Berücksichtigung psychischer Belastung. Dies ergibt sich aus dem jüngsten Bericht der Bundesregierung über Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit und über das Unfall- und Berufskrankheitengeschehen in der Bundesrepublik 2017. Bemerkenswert aber ist auch, dass eine Gefährdungsbeurteilung unter Berücksichtigung psychischer Belastung weiterhin deutlich häufiger vorliegt, wenn eine Fachkraft für Arbeitssicherheit vorhanden ist, ein/e Betriebsarzt/-ärztin bestellt ist und ein Betriebs/-Personalrat vorhanden ist. Deutlich häufiger ist die Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung zudem, wenn ein Aufsichtsdienst den Betrieb innerhalb der letzten zwei Jahre besucht und die Berücksichtigung psychischer Belastung in der Gefährdungsbeurteilung angesprochen hat.

Mehr zu dem Thema können Sie in dem Bericht über „Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit“ lesen, der unter folgender Webadresse veröffentlicht worden ist:

https://www.bmas.de/DE/Presse/Meldungen/2018/bundeskabinett-beschliesst-bericht-ueber-sicherheit-und-gesundheit-bei-der-arbeit.html

Autor: Werner Plaggemeier (langjähriger Herausgeber der Onlinedatenbank „Personalratspraxis“)