Lexikonstichwort | Beitrag aus „Arbeitsrecht für Betriebsräte - online“ 06.04.2016

Freie Mitarbeiter

Nicht jede Arbeit, die ein Unternehmen zu erledigen hat, muss im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses erledigt werden. Es ist auch möglich und in der Praxis weit verbreitet, die Arbeit in freier Mitarbeit zu vergeben. Als freier Mitarbeiter wird eine Person bezeichnet, die für einen Dienstgeber Aufträge ausführt, ohne dabei wie ein Arbeitnehmer in die Betriebsorganisation des Dienstgebers eingegliedert zu sein. Die vertragliche Grundlage der Zusammenarbeit ist in der Regel ein Dienstvertrag (§§ 611 ff. BGB), gegebenenfalls auch ein Werkvertrag (§§ 631 ff. BGB).

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ein freier Mitarbeiter ist eine Person, die für ein Unternehmen Aufträge oder Projekte übernimmt, ohne dabei wie ein Arbeitnehmer in die Organisationsstruktur eingegliedert und gegenüber dem Auftraggeber weisungsgebunden zu sein.

  • Ein freier Mitarbeiter kann sowohl ein Gewerbetreibender als auch ein Freiberufler sein. Meist handelt es sich dabei um Tätigkeiten, die außerhalb des Unternehmens zu erbringen sind und für den Betrieb Ergänzungs- oder Hilfsfunktionen erfüllen (z.B. Gestaltung einer Internetseite).

  • Das Rechtsverhältnis eines freien Mitarbeiters ist im Wesentlichen durch dessen persönliche Unabhängigkeit zum Vertragspartner gekennzeichnet.

  • Persönlich unabhängig ist derjenige, der nicht in eine fremdbestimmte Arbeitsorganisation eingegliedert und weder in zeitlicher noch in örtlicher und fachlicher Hinsicht den Weisungen des Auftraggebers unterworfen ist.

  • Freie Mitarbeiter …

Autor: Dr. Stephanie Kaufmann-Jirsa

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