News | Personalrat
15.07.2016

Erfahrungsaustausch zur „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“

Ein gemeinsamer Erfahrungsaustausch über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zwischen dem Landrat, Personalverantwortlichen, der Frauenbeauftragten und dem Personalrat mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zusammen mit ihrem Nachwuchs fand Aufmerksamkeit. In der Öffentlichkeit. Diskutiert wurde über Modelle der Arbeitszeit, der Arbeitsplatzaufteilung und des Homeoffice.

Vereinbarkeit-Familie-und-Beruf© monkeybusinessimages /​​​ iStock​​ /​​​​​​​​​ Thinkstock

Im Sitzungssaal der Kreisverwaltung in Lauterbach (Kreis Fulda) gab es im Juni ein ungewohntes Bild: Zwischen dem Landrat, Personalverantwortlichen, der Frauenbeauftragten und dem Personalrat saßen zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihrem Nachwuchs. Sie waren zu einem Erfahrungsaustausch über Vereinbarkeit von Familie und Beruf zusammengekommen.

Flexibilität ermöglicht mehr Vereinbarkeit

In den vergangenen Jahren seien schon zahlreiche individuelle Arbeitszeitmodelle möglich gemacht worden – diese Flexibilität begrüßten die Anwesenden ausdrücklich. Erfreulich sei, dass auch immer mehr junge Väter von diesen Möglichkeiten Gebrauch machten. Es werde versucht, alle individuellen Modelle zu ermöglichen, sofern sie mit den dienstlichen Bedarfen – sprich Öffnungszeiten oder Ähnliches – vereinbar sind. Da teilen sich beispielsweise zwei Mütter einen Arbeitsplatz, eine komme am Vormittag, eine nachmittags. Oder auch Telearbeitsplätze wurden eingerichtet, was wegen IT-Sicherheit und Datenschutz allerdings nur in einigen Arbeitsbereichen möglich sei.

Eine Auszubildende bemängelte das Zusammenspiel der Öffnungszeiten von Kinderbetreuungseinrichtungen und den eigenen Berufsschulzeiten. Auch sei die Betreuung von Grundschulkindern nach einem frühen Schulschluss häufig schwierig, da nicht überall eine Mittagsbetreuung angeboten werde. Der Idee eines jungen Vaters, den Arbeitsbeginn aus familiären Gründen schon ab 6 Uhr zu ermöglichen, wurde als Einzelfallregelung direkt entsprochen.

Weitere Ideen wie ein Tagesmütterzentrum, mehr Schulen im „Pakt für den Nachmittag“, wo auch in Ferienzeiten die Nachmittagsbetreuung sichergestellt wird, sowie die Möglichkeit „befristeter Heimarbeit“ während der Krankheitszeit eines Kindes wurden von jungen Eltern angeregt. Auch der Wunsch nach Informationen aus der Kreisverwaltung während der Elternzeit – besonders kurz vor dem Wiedereinstieg – wurde vom Landrat und von der Verwaltung gerne aufgegriffen. Wegen der gewonnenen Ideenvielfalt ist beabsichtigt, diesen Erfahrungsaustausch fortzusetzen.

Autor: Werner Plaggemeier (Werner Plaggemeier ist Herausgeber der Onlinedatenbank „Personalratspraxis“. )

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