07.10.2020

Elternzeit: Verbesserungen sind ab 2021 geplant

Verbesserungen beim Elterngeld und bei der Elternzeit soll es vom nächsten Jahr an geben. Das sieht ein Gesetzentwurf der Bundesregierung vor. Ziel ist es, Familien mehr zeitliche Freiräume zu verschaffen und die partnerschaftliche Aufteilung von Erwerbs- und Familienzeiten zwischen den beiden Elternteilen weiter zu unterstützen. Daneben sollen Eltern besonders früh geborener Kinder stärker unterstützt werden.

Elterngeld

Erhöhung der zulässigen Arbeitszeit

Die vorgesehenen Verbesserungen beim Elterngeld und der Elternzeit wirken sich auch auf die eventuell damit verbundene Teilzeitbeschäftigung aus. Die während des Elterngeldbezugs und der Elternzeit zulässige Arbeitszeit wird von 30 auf 32 Wochenstunden – also auf volle vier Arbeitstage – angehoben. Auch der Partnerschaftsbonus, der die parallele Teilzeit beider Eltern unterstützt, kann künftig mit 24–32 Wochenstunden (statt mit bisher 25–30 Wochenstunden) bezogen werden und wird auch sonst an vielen Stellen vereinfacht und flexibler gestaltet.

Sonderregelung bei Frühgeburten

Auch Eltern sogenannter Frühchen sollen besser gestellt werden. Nach Angaben des Bundesfamilienministeriums würden jedes Jahr 2,3 Prozent aller Kinder, deren Mütter Elterngeld beziehen, mehr als sechs Wochen zu früh geboren. Angeblich sollen jährlich 17.000 Kinder „zu früh“ auf die Welt kommen. Diese Eltern sollen einen zusätzlichen Monat Elterngeld erhalten, wenn das Kind sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin oder früher geboren wird. Dadurch haben sie in dieser herausfordernden Situation mehr Zeit für ihr Kind.

Autor: Werner Plaggemeier (langjähriger Herausgeber der Onlinedatenbank „Personalratspraxis“)