Lexikonstichwort | Beitrag aus „Arbeitsrecht für Betriebsräte - online“ 06.04.2016

Eingruppierung

Unter Eingruppierung versteht man die erstmalige Zuordnung des Arbeitnehmers zu einer bestimmten Entgeltgruppe und damit in eine im Betrieb geltende Vergütungsordnung. Bei der Eingruppierung übernimmt der Arbeitgeber die rechtliche Beurteilung, dass der Arbeitnehmer aufgrund seiner Tätigkeit einer bestimmten Vergütungsgruppe zuzuordnen ist. Die Grundlage hierfür kann ein Tarifvertrag, eine Betriebsvereinbarung oder betriebliche Übung sein.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Eine Eingruppierung richtet sich in der Regel nach Tätigkeitsmerkmalen, deren Basis die Schulbildung und/oder die berufliche Qualifikation, Ausbildung und Erfahrung des Arbeitnehmers sind.

  • Der Arbeitnehmer hat einen individuellen Rechtsanspruch auf die richtige Eingruppierung. Dies gilt auch für geringfügig Beschäftigte (Minijobber).

  • Eine Eingruppierung wird in der Regel bei der Einstellung oder nach einer Versetzung vorgenommen.

  • Der Arbeitnehmer kann seine Eingruppierung von einem Arbeitsgericht überprüfen lassen oder gegen eine nicht korrekte Eingruppierung klagen.

  • In Betrieben mit Betriebsrat kann ein Arbeitnehmer nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Betriebsrats eingruppiert werden. Der Betriebsrat hat ein Mitbestimmungsrecht.

  • Beteiligt der Arbeitgeber den Betriebsrat bei einer Eingruppierung nicht oder unvollständig oder zu spät, so droht ein Zwangsgeld von bis zu 10.000 € pro Verstoß.

  • Um sich über die richtige Eingruppierung zu informieren, hat der Betriebsrat ein Einsichtsrecht in die Brutto-Entgeltlisten …

Autor: Cecilia Hardenberg

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