16.09.2020

Dienstvereinbarung der Stadt Ludwigshafen zu Mobile Arbeit

Mobiles Arbeiten soll in der Stadtverwaltung Ludwigshafen ermöglicht werden, wenn hierfür die Tätigkeit und die Person geeignet sind und die dienstlichen Interessen dies erlauben. Dies ergibt sich aus einer neuen Dienstvereinbarung, die zwischen Verwaltung und Personalrat geschlossen worden ist. Gleichzeitig solle die Digitalisierung von Verwaltungsservices insgesamt vorangetrieben werden

Mobile Arbeit

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Grundsätzlich, so sieht es die zwischen der Oberbürgermeisterin und dem Personalrat getroffene Dienstvereinbarung vor, soll mobiles Arbeiten ermöglicht werden, wenn hierfür die Tätigkeit und die Person geeignet sind und die dienstlichen und betrieblichen Interessen dies erlauben. Gleichzeitig treibe die Verwaltung die Digitalisierung von Verwaltungsservices insgesamt voran. Dafür würden Dienstleistungen aus der Sicht der Bürger und Kunden gedacht und gestaltet. Das Online-Zugangsgesetz (OZG) des Bundes setze zudem Rahmen und Ziele zur Digitalisierung von Verwaltungsleistungen: Bis Ende 2022 sind rund 575 Dienstleistungen auf Ebene des Bundes, des Landes und der Kommunalverwaltungen umzusetzen. Nach Angaben der Bereichsleiterin Organisation und Weiterentwicklung gegenüber der Zeitung Rheinpfalz arbeitet die Stadt hier als Referenzkommune in Rheinland-Pfalz eng mit dem Land und der Metropolregion Rhein-Neckar zusammen. In Digitalisierungslaboren würden mit allen Beteiligten auch aus Kundensicht neue Prototypen entwickelt. Die Verwaltung soll künftig schneller und kundenorientierter arbeiten können.

Steigerung der Attraktivität

Die Stadt gehe mit ihrer neuen, seit August geltenden Dienstvereinbarung zum mobilen Arbeiten nach eigenen Angaben einen weiteren Schritt in die Zukunft, heißt es bei der Zeitung Rheinpfalz. Als Arbeitgeberin biete die Stadtverwaltung den Beschäftigten somit den notwendigen Rahmen, noch flexibler arbeiten zu können und bringe sich damit aktiv und engagiert auch für Umwelt, Mobilität, Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf ein. So soll die Oberbürgermeisterin Steinruck (SPD) der Zeitung gegenüber erklärt und ergänzt haben, dass damit deutlich die Attraktivität der Stadtverwaltung erhöht werde, um Fachkräfte weit über die Metropolregion hinaus zu erreichen.

Neue Erfahrungen beeinflußen die Zukunft

In den zurückliegenden Monaten, die von der Corona-Pandemie geprägt gewesen seien, habe mobiles Arbeiten und Digitalisierung bereits einen wesentlichen Beitrag zur Gesundheit der Mitarbeiter und zur Aufrechterhaltung von Dienstleistungen der Verwaltung geleistet. Die Digitalisierung wurde in allen Bereichen erheblich beschleunigt. Neu eingeführte digitale Verfahren werden wohl kaum zurückgedreht. Telefon- und Videokonferenzen sowie mobiles Arbeiten gehören mittlerweile zum Alltag“, berichtet Anne Niedecken, Bereichsleiterin Organisation und Weiterentwicklung gegenüber der Zeitung. Die Erfahrungen der Bereiche und des Personalrats seien in die neue Dienstvereinbarung „Mobiles Arbeiten“ eingeflossen.

Autor: Werner Plaggemeier (langjähriger Herausgeber der Onlinedatenbank „Personalratspraxis“)