15.07.2020

Corona-Prämie: Beschäftigte in der Altenpflege erhalten einen Bonus

Auch Beschäftigte in der ambulanten und stationären Altenpflege erhalten im Jahr 2020 eine einmalige Corona-Prämie in Höhe von bis zu 1.000 Euro, das haben Bundesregierung und Bundestag beschlossen. Länder und Arbeitgeber können diesen Betrag auf 1.500 Euro aufstocken. Fast alle Bundesländer haben diese Aufstockung zugesagt.

Altenpflege

Sonderzahlung für außerordentlichen Einsatz

Wer in der ambulanten und stationären Altenpflege beschäftigt ist, erhält in diesem Jahr eine einmalige Corona-Prämie in Höhe von bis zu 1.000 Euro. Bundesregierung und Bundestag haben dies beschlossen mit der Möglichkeit, seitens der Länder und der Arbeitgeber diesen Betrag auf 1.500 Euro aufstocken zu können. Bis zu diesem Betrag soll der Bonus steuerfrei sein. Das Aufstocken des Corona-Bonus haben bisher die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, NRW, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein in Aussicht gestellt. In Berlin ist geplant, auch noch anderen Beschäftigtengruppen eine Sonderzahlung von bis zu 1.000 Euro zukommen zu lassen. Der Bonus soll in diesem Monat (Juli) ausgezahlt werden.

Verpflichtung bei einer Epidemie

Nach dem Zweiten Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite sind die Pflegeeinrichtungen zur Zahlung gestaffelter Sonderleistungen (Corona-Prämien) an ihre Beschäftigten verpflichtet. Die Aufwendungen für diese Prämien werden den Pflegeeinrichtungen durch die soziale Pflegeversicherung und im ambulanten Bereich anteilig durch die gesetzliche Krankenversicherung im Wege der Vorauszahlung erstattet.

Autor: Werner Plaggemeier (langjähriger Herausgeber der Onlinedatenbank „Personalratspraxis“)