News | Personalrat
18.08.2015

Bildschirmarbeitsplatz: Tipps für Hals, Nacken und Augen

Das wird Personalräten Anlass sein, sich erneut der Thematik Bildschirmarbeitsplatz anzunehmen. Mit der vor wenigen Wochen veröffentlichten Broschüre „Gutes Sehen im Büro. Brille und Bildschirm – perfekt aufeinander abgestimmt“ gibt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) wichtige Tipps, um solchen Beschwerden vorzubeugen. Dazu zeigt die Broschüre auf, wie sich die richtige Brille und der optimale Abstand des Monitors finden lassen. Zusammen mit weiteren ergonomischen Empfehlungen lässt sich der Bildschirmarbeitsplatz an die individuellen Bedürfnisse des Nutzers anpassen.

Bildschirmarbeitsplatz© seb_ra /​​​ iStock /​​​​​​ Thinkstock

Laut Angaben des Statistischen Bundesamts verbringen etwa zwei Drittel der 25- bis 54-jährigen Beschäftigten in Deutschland täglich einen großen Teil ihrer Arbeitszeit vor dem Computer. Ist der Arbeitsplatz nicht an die individuellen Bedürfnisse des Beschäftigten angepasst, kann es zu Verspannungen und Schmerzen im Nacken sowie zu Sehbeschwerden wie ermüdete Augen kommen. Mit der jetzt veröffentlichten Broschüre „Gutes Sehen im Büro. Brille und Bildschirm – perfekt aufeinander abgestimmt“ gibt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) wichtige Tipps, um solchen Beschwerden vorzubeugen.

Zur individuellen Anpassung eines Bildschirmarbeitsplatzes schlägt die Broschüre ein Vorgehen in drei Schritten vor. Zuerst sind die Rahmenbedingungen wie beispielsweise Tisch, Stuhl, Tastatur und Maus ergonomisch richtig einzustellen und auszurichten. Anschließend erfolgt die Auswahl einer passenden Brille für die individuelle Tätigkeit, sofern eine Fehl- oder Alterssichtigkeit vorliegt. Im dritten Schritt wird der Abstand und Neigungswinkel des Monitors passend zur Brille festgelegt. So lassen sich anstrengende Haltungen vor dem Bildschirm vermeiden. Diese Vorgehensweise kostet zwar etwas Zeit und Mühe, anschließend stimmt jedoch die „visuelle Ergonomie“ auch für einen längeren Zeitraum.

Gutes Sehen ist eine der Grundvoraussetzungen, um gute Arbeit am Bildschirm im Büro leisten zu können. Doch etwa 30 bis 40 Prozent der Beschäftigten verfügen über ein nicht ausreichendes oder nicht ausreichend korrigiertes Sehvermögen. Insbesondere bei Beschäftigten ab 40 Jahren kann Alterssichtigkeit vorliegen. Auch deshalb geht die Broschüre auf das Angebot einer arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchung ein. Zudem zeigt sie die Stärken und Schwächen verschiedener Brillentypen auf. Abschließend lässt sich die Bildschirmposition mit den Hinweisen aus der Broschüre einfach ermitteln. Abbildungen und Infokästen unterstützen die Umsetzung der einzelnen Schritte. Darum eignet sich die Broschüre auch als Handlungshilfe für Ergonomieberater oder Praktiker im Betrieb.

Die Broschüre gibt es unter www.baua.de/publikationen im Internetangebot der BAuA.

Autor: Werner Plaggemeier (Werner Plaggemeier ist Herausgeber der Onlinedatenbank „Personalratspraxis“. )

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