Fachbeitrag | Betriebsratswahl 27.01.2014

Betriebsratswahlen: Die besten Tipps für die Vorbereitung

Sicherlich beschäftigen auch Sie sich schon in Gedanken mit den bevorstehenden Betriebsratswahlen. Als erfahrener Betriebsrat wissen Sie bereits wie arbeitsintensiv und umfangreich die Durchführung der Betriebsratswahl ist. Viele Dinge stürmen gleichzeitig auf Sie ein, die Verantwortung ist enorm, die Erwartungen der Kollegen sind groß und der Arbeitgeber macht es Ihnen auch nicht immer leicht. In dieser Situation möchten wir Sie unterstützen und versorgen Sie mit Tipps aus der Praxis zum wichtigen Thema "Zeitmanagement".

Zeit ist alles andere als relativ

Zeitmanagement ist der Schlüssel zum Erfolg. Wobei die Zeit immer gleich schnell vergeht, ganz unabhängig davon, was Sie in dieser Zeit tun. Managen können Sie also nur sich selbst. Gehen Sie zunächst mit sich selbst ins Gericht und überprüfen Sie anhand des folgenden Selbsttests, welche Zeiträuber in Ihnen schlummern.

Selbsttest: Ihre inneren Zeiträuber

  • Sagen Sie manchmal Ja, obwohl Sie Nein sagen wollten (Aufgabe, Termine)?
  • Schieben Sie unangenehme Aufgaben gerne auf?
  • Haben Sie oft ein schlechtes Gewissen, weil Sie eine Aufgabe schon längst erledigt haben sollten?
  • Müssen Sie vor Entscheidungen oft viel zu lange überlegen?
  • Arbeiten Sie oft an „tausend Dingen“ gleichzeitig?

Fazit: In jeder Frage, die Sie mit „Ja“ beantwortet haben, schlummert ein Zeiträuber in Ihnen.

Tipp 1: Sagen Sie niemals Ja, wenn Sie Nein sagen wollten 

Überlegen Sie, wo Sie sich überreden ließen, weil Sie nicht Nein sagen konnten. Diesen Situationen einspringen unangenehme Zugeständnisse. Hilfsbereitschaft ist durchaus ehrenwert, überschreiten Sie aber dabei nicht Ihre Grenzen. Widerstehen Sie dem Druck von außen. Ein überzeugtes Nein ist besser als eine zweifelhafte Zusage.

Was du heute kannst … – Schieben Sie nichts auf die lange Bank
Überlegen Sie sich, was Sie gerade vor sich herschieben. Aufgeschobene Arbeiten oder Termine binden Ihre Aufmerksamkeit und erzeugen verborgene Schuldgefühle. Lesen Sie hier die 4 häufigsten Ursachen für die Hinauszögerung und die besten Wege, damit umzugehen

  1. Sie haben Angst, etwas falsch zu machen
    Nehmen Sie diese Angst an, sie gehört dazu und zeigt Ihnen Ihre Grenzen auf. Stellen Sie sich der Herausforderung. Nur wenn Sie an Ihre Grenzen gehen, schöpfen Sie Ihre Möglichkeiten optimal aus.
  2. Sie machen aus einer Mücke einen Elefanten
    Manchmal stehen Sie wie der Ochs vorm Berg. Wenn Sie die Arbeit erledigt haben, war plötzlich alles halb so wild. Bleiben Sie also auf dem Teppich, gehen Sie die Aufgabe an und machen Sie einen Maulwurfshügel nicht zu einem Hochgebirge.
  3. Sie sehen vor lauter Wald die Bäume nicht
    Bei umfangreichen Aufgaben schauen Sie oft wie gebannt auf den Umfang und vergessen dabei die Aufgabe. Gehen Sie konsequent den ersten Schritt, danach findet sich der weitere Weg fast von alleine.
  4. Sie arbeiten gerne auf den letzten Drücker
    Wenn Sie unbedingt einen Termin brauchen, um eine Aufgabe zu erledigen, sollten Sie sich wenigstens selbst einen Zeitpunkt setzen. Halten Sie diese Frist ein und Sie nehmen damit den Druck von sich.

 

Tipp 2: Tanzen Sie nicht auf allen Hochzeiten 

Auch privat sind Sie gefordert – als Ehepartner, Elternteil oder im Verein. Denken Sie dabei aber auch an sich selbst. Begrenzen Sie die Zahl Ihrer Projekte. Sie können sich mehr auf einzelne Aufgaben konzentrieren, wenn Sie sich nicht in vielen Angelegenheiten verzetteln. Verteilen Sie die Aufgaben auf mehrere Schultern. Sie  sind zwar als Person unersetzlich, aber jede Ihrer Arbeiten kann auch ein anderer erledigen.

Tipp 3: Motivieren Sie sich selbst, sonst motiviert Sie keiner

Wenn Sie vor unangenehmen Aufgaben darauf warten, dass Sie die Arbeitswut packt, können Sie lange warten. Deshalb motivieren Sie sich selbst! Die nachfolgenden 3 goldenen Regeln zur Eigenmotivation gibt es auch als praktischen Download! Einfach ausdrucken und zentral – z. B. an den Bildschirm – aufhängen!

 

Die 3 goldenen Regeln zur Eigenmotivation

  1. Fangen Sie einfach an, ohne gleich an das Ende zu denken
    Sortieren Sie die Ablage erst einmal vor, ordnen Sie die die Akten vorerst grob. Sie werden sehen, Ihr innerer Widerstand wird schwächer, je mehr Sie sich mit der Sache befassen.
  2. Erledigen Sie unangenehme Aufgaben zu festen Terminen
    Räumen Sie beispielsweise regelmäßig an einem bestimmten Tag Ihren Schreibtisch auf. Ordnen Sie an einem festen Tag die Ablage. Schreiben Sie diese Termine in Ihren Kalender und halten Sie Ihre Vorgaben ein.
  3. Trainieren Sie Ihre Willensstärke
    Verstärken Sie also Ihre Bemühungen bei den unangenehmen Aufgaben. Bleiben Sie Schritt für Schritt ein bisschen länger dran. Ihr Wille ist wie ein Muskel, wenn Sie ihn nicht trainieren wird er immer schlaffer.
Autor: Redaktion Mitbestimmung