News | Betriebliches Gesundheitsmanagement 10.02.2015

Betriebliches Gesundheitsmanagement in der Landesverwaltung Kiel

Gesundheit und Zufriedenheit der Mitarbeiter – in der Landesverwaltung des nördlichsten Bundeslandes will man damit ernst machen, noch mehr als bisher. Ministerpräsident Torsten Albig (SPD), Uwe Polkaehn vom DGB Nord und Anke Schwitzer, Landesvorsitzende des Deutschen Beamtenbundes, unterzeichneten jetzt in Kiel eine entsprechende Vereinbarung zu einem Betrieblichen Gesundheitsmanagement in der Landesverwaltung.

Betriebliches Gesundheitsmanagement in Kiel

Betriebliches Gesundheitsmanagement. Kiel. 10. Februar 2015 – Sinnvolle, gute Arbeit fördert die Gesundheit – sie bringt auch Belastungen mit sich. Wo Arbeit aber zu Beeinträchtigungen oder gar Erkrankungen führt, hört der Spaß auf. Diese rote Linie will jetzt für seinen Verantwortungsbereich der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Torsten Albig ziehen. Als Arbeitgeber habe das Land eine Fürsorgepflicht und trage damit eine große Verantwortung.

Betriebliches Gesundheitsmanagement für alle Behörden

Wie das Ministerium mitteilt, wurde in einigen Bereichen der Landesverwaltung bereits ein Betriebliches Gesundheitsmanagement gestartet. Mit der jetzt getroffenen Vereinbarung werde das auf alle Behörden des Landes, von der Verwaltung über die Polizei bis zum Schulbereich, ausgeweitet.

Druck am Arbeitsplatz wächst

Dem DGB-Index „Gute Arbeit“ zufolge wächst der Druck am Arbeitsplatz für die meisten Beschäftigten. Die Gewerkschaften wollen darauf achten, dass die Gesundheitsförderung im Alltag wirklich bei allen Beschäftigten ankommt. Uwe Polkaehn, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes Nord (DGB Nord): „Gut, dass es nun einen einheitlichen Rahmen für ein Betriebliches Gesundheitsmanagement in der Landesverwaltung gibt.“

Maßnahmen des Gesundheitsmanagements

Auch dbb-Chefin Anke Schwitzer begrüßte die ausgehandelte Vereinbarung: „Sie ist eine gute Grundlage, die nun mit Leben erfüllt werden muss.“ Die Vereinbarung lasse Spielraum für an die jeweiligen Aufgaben und Arbeitsbedingungen angepasste Maßnahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements. Schwitzer: „Gesundheit muss bei der Arbeitsgestaltung immer gleich mitgedacht werden.“

Staatskanzlei koordiniert

Die Staatskanzlei wird beim Gesundheitsmanagement eine koordinierende Aufgabe übernehmen. Teil der dort angesiedelten Leitstelle wird die „Leitstelle Suchtgefahren am Arbeitsplatz“ sein. Sie bildet viele Beschäftigte der Landesverwaltung zu ehrenamtlichen Suchthelfern aus und Rat und Hilfe für Beschäftigte, Vorgesetzte und Dienststellen. Albig: „Es ist mir wichtig, dass alle Beschäftigten die gleichen Chancen erhalten, ihre Arbeit gesund und gerne zu erledigen.“ Man könne dabei nur Erfolg im Verbund aller haben: Gewerkschaften, Behördenleitungen, Führungskräfte, Personalvertretungen und die Beschäftigten selbst.

Betriebliches Gesundheitsmanagement: Alle Faktoren berücksichtigen

Das Betriebliche Gesundheitsmanagement hilft, alle für die Gesundheit am Arbeitsplatz wichtigen Faktoren zu berücksichtigen. Das reiche von der Arbeitsplatzergonomie über Arbeitsprozesse bis zum Führungsverhalten von Vorgesetzten und vom Kantinenessen bis zum eigenen Gesundheitsverhalten jedes Einzelnen.

Bidlnachweis: © Fuse / Thinkstock

Autor: Friedrich Oehlerking (Friedrich Oehlerking ist erfahrener Journalist und berät Betriebsräte bei ihrer Pressearbeit.)