06.04.2016

Betriebliches Eingliederungsmanagement – BEM

Das betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) ist ein Verfahren, um möglichst optimal den Erhalt bzw. die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit zu fördern und den Arbeitsplatz zu erhalten. Das Ziel des BEM ist es, festzustellen, aufgrund welcher gesundheitlichen Einschränkungen es zu den bisherigen Ausfallzeiten gekommen ist und ob Möglichkeiten bestehen, sie durch bestimmte Veränderungen künftig zu verringern, um so eine Kündigung zu vermeiden.

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, dieses Verfahren durchzuführen, wenn ein Beschäftigter innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen arbeitsunfähig erkrankt ist.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Das betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) ist nur mit Zustimmung des betroffenen Arbeitnehmers möglich.

  • Arbeitnehmer haben ein Anrecht auf Prüfung und Durchführung von BEM-Maßnahmen, wenn sie innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig sind.

  • Der Werks- oder Betriebsarzt, die örtlichen gemeinsamen Servicestellen und bei schwerbehinderten Menschen auch das Integrationsamt können – soweit erforderlich – hinzugezogen werden.

  • Eine krankheitsbedingte Kündigung kann auch ohne vorheriges BEM rechtens sein. Allerdings macht ein unterlassenes BEM-Verfahren es für den Arbeitgeber schwerer, einem Mitarbeiter zu kündigen. Das BEM ist keine Garantie für den Erhalt des Arbeitsplatzes.

  • Das BEM soll in allen Aspekten präventiv wirken und gilt für alle Beschäftigten im Betrieb.

  • Der Betriebsrat hat …

Autor: Dr. Stephanie Kaufmann-Jirsa

Sie sehen nur einen Ausschnitt aus dem Produkt „Arbeitsrecht für Betriebsräte - online“. Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, „Arbeitsrecht für Betriebsräte - online“ 30 Minuten lang live zu testen - sofort, ohne Registrierung und mit Zugriff auf fast alle Funktionen.

„Arbeitsrecht für Betriebsräte - online“ jetzt 30 Minuten live testen!