21.03.2016

Beste Arbeitgeber 2016 ausgezeichnet

Ist der Mitarbeiter zufrieden, freut sich der Unternehmer. Wo trifft beides zu? Das Institut „Great Place to Work“ wollte es wissen. Es befragte Beschäftigte von 613 Unternehmen, wie zufrieden sie mit ihrem Arbeitgeber sind. Die besten Arbeitgeber wurden letzte Woche ausgezeichnet.

Zurfriedene Arbeitnehmer

Bestplatzierte nach Unternehmensgröße

Geschäftsführung Betriebsrat. Die jeweils Bestplatzierten sind in den Kategorien:

  • Großunternehmen mit über 5.000 Beschäftigten: Volkswagen Financial Services, Braunschweig,
  • Unternehmen mit 2.001 bis 5.000 Mitarbeitern: Daimler Financial Services, Stuttgart,
  • Unternehmen mit 501 bis 2.000 Mitarbeitern: Kommunikationstechnik-Anbieter Cisco Systems, Hallbergmoos am Münchener Flughafen,
  • kleinere Unternehmen mit 50 bis 500 Mitarbeitern: Softwarefirma QAware, München.

Qualität und Attraktivität als Arbeitgeber ausgezeichnet

100 Unternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet nahmen am Mittwoch der vergangenen Woche in Berlin die Auszeichnungen für Qualität und Attraktivität als Arbeitgeber entgegen. Sie werden seit 2003 jährlich vom Great Place to Work Institut verliehen. Insgesamt hatten sich 613 Unternehmen aller Größen, Branchen und Regionen in Deutschland mit über 330.000 Beschäftigten an dem Benchmarking zur Arbeitsplatzkultur beteiligt.

Vertrauen, Stolz und Teamgeist

Die Auszeichnung soll für „glaubwürdige, respektvolle und faire Beziehungen zu den Mitarbeitern und die Gestaltung einer in hohem Maße von Vertrauen, Stolz und Teamgeist geprägten Arbeitsplatzkultur“ stehen, so Great Place to Work-Chef Frank Hauser.

Arbeitsplatzqualität und Arbeitgeberattraktivität

Als Bewertungsgrundlage in dem Wettbewerb werden repräsentative Mitarbeiterbefragungen zur erlebten Arbeitsplatzqualität und Arbeitgeberattraktivität in den teilnehmenden Unternehmen sowie eine Befragung des Managements zu den Maßnahmen der Personalarbeit (Kultur-Audit) genannt.

Glaubwürdigkeit und Fairness des Führungsverhaltens

Die repräsentative Mitarbeiterbefragung wurde anonym durchgeführt. In ihr werden über 60 Fragen gestellt zu zentralen Arbeitsplatzthemen wie Glaubwürdigkeit und Fairness des Führungsverhaltens, Vertrauen und Teamgeist in der Zusammenarbeit, persönlich erlebte Wertschätzung, Förderung der beruflichen Entwicklung, Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben, Gesundheitsförderung, Identifikation mit der Arbeit und dem Unternehmen insgesamt sowie die Bindung an den Arbeitgeber.

Kultur-Audits zu Förderung und Unterstützung der Beschäftigten

Im Rahmen des Kultur-Audits werden die Maßnahmen des Unternehmens zur Förderung und Unterstützung der Beschäftigten beurteilt, heißt es in einer Pressemitteilung des Institutes. Hierzu zählen beispielsweise Weiterbildungsangebote, Unterstützung der Vereinbarkeit Beruf & Familie, Sicherstellung von Chancengleichheit, soziale Unterstützung und Integration, Angebote der betrieblichen Gesundheitsförderung etc.

Nachhaltige und mitarbeiterorientierte Arbeitsplatzkultur

Ziel des Wettbewerbs sei es, Arbeitgeber bei der nachhaltigen Entwicklung einer mitarbeiterorientierten Arbeitsplatzkultur zu fördern, sehr guten Arbeitgebern besondere Würdigung zuteilwerden zu lassen und den Wirtschaftsstandort Deutschland insgesamt durch ein international anerkanntes Qualitätssiegel für attraktive Arbeitsplatzkultur zu stärken.

 

Autor: Friedrich Oehlerking (Friedrich Oehlerking ist erfahrener Journalist und berät Betriebsräte bei ihrer Pressearbeit.)