News | Personalrat
12.02.2016

Berlin: 11.000 freie Stellen im öffentlichen Dienst

Nach der Berliner Zeitung und dem Onlinedienst des Radios Berlin-Brandenburg sind in Berlin in den beiden kommenden Jahren rund 11.000 Stellen im öffentlichen Dienst zu besetzen. Lehrer, Polizisten, Erzieher und neue Mitarbeiter für das chronisch überlastete LAGeSo werden benötigt. 4.100 neue Stellen sollen bis Ende 2017 eingerichtet werden. Mindestens weitere 8.000 Stellen werden zur Nachbesetzung frei. Für die Bewerber will der Finanzsenator zusätzlichen Anreiz schaffen.

Stellen© Thomas Northcut /​​​​​​​​ DigitalVision /​​​​​​​​ Thinkstock

Berlin braucht mehr Personal. In der Hauptverwaltung werden in diesem Zeitraum 4.100 Stellen neu geschaffen, dazu kommen rund 440 Stellen in den Bezirken. Zudem müssten aus Altersgründen ausscheidende Mitarbeiter ersetzt werden, sagte der Finanzsenator. „Selbst laut konservativer Bevölkerungsprognose entwickelt sich Berlin innerhalb der kommenden 10 bis 15 Jahre zur Vier-Millionen-Metropole“, sagte er weiter. Das Wachstum sei Ausdruck der Attraktivität Berlins – mache aber zugleich eine leistungsfähige und flexible Verwaltung erforderlich.

Der Doppelhaushalt 2016/17 enthält 4.100 neue Stellen, davon 3.115 für dieses Jahr und 974 für das kommende. Eine Sprecherin des Senats betonte, in den Haushaltsberatungen sei deutlich geworden, welche Bedeutung etwa das Thema „Flüchtlinge“ im letzten halben Jahr gewonnen habe.

Neue Stellen für mehr Bildung, Erziehung und Sicherheit

Die neuen Stellen verteilen sich auf verschiedene Bereiche; Schwerpunkte sind neben Asyl– und Ausländerangelegenheiten vor allem die Bereiche Bildung, Erziehung und Sicherheit. So sind unter anderem 1.170 neue Lehrer- und 300 Erzieherstellen vorgesehen. Die Polizei wird laut Finanzsenator um 491 Stellen aufgestockt. „Der öffentliche Dienst mit all seinen Facetten wird wieder ein Nachfrager auf dem Arbeitsmarkt“, sagte er.

Hinzu kommen Stellen in den Bezirksverwaltungen, hier sollen für die Jahre 2016 und 2017 437 Neubesetzungen finanziert werden – vor allem in wachsenden Bezirken wie Pankow, Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln.

Um Jobs im öffentlichen Dienst attraktiver zu machen, soll die Bezahlung nach und nach an den Bundesdurchschnitt angepasst werden, kündigte der Senator an. Das habe allein im vergangenen Jahr rund 100 Millionen Euro gekostet.

Autor: Werner Plaggemeier (Werner Plaggemeier ist Herausgeber der Onlinedatenbank „Personalratspraxis“. )

Produkte und Veranstaltungen

Produktempfehlungen

Aktuelle Veranstaltungen