06.04.2016

Befristetes Arbeitsverhältnis

Die Befristung eines Arbeitsverhältnisses ist im Gegensatz zur Dauerbeschäftigung die Vereinbarung, dass das Arbeitsverhältnis zu einem bestimmten Datum oder mit einem bestimmten Ereignis ohne Kündigung enden soll. Die Befristung ist neben der Kündigung ein eigenständiger Beendigungstatbestand für ein Arbeitsverhältnis. Die Dauer kann kalendermäßig bestimmt sein (Zeitbefristung) oder sich aus dem Zweck der Arbeitsleistung ergeben (Zweckbefristung). Das befristete Arbeitsverhältnis endet automatisch mit Erreichen des festgelegten Datums oder des bestimmten Zwecks. Sämtliche Aspekte der Befristung von Arbeitsverhältnissen werden in den §§ 14 bis 21 TzBfG geregelt.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Der Arbeitgeber kann einen Arbeitsvertrag für die Dauer von bis zu zwei Jahren kalendermäßig befristen, ohne dass ein sachlicher Grund vorliegen muss.
  • Innerhalb des Zweijahreszeitraums darf der einmal befristete Arbeitsvertrag maximal dreimal verlängert werden.
  • Durch Tarifvertrag kann die zulässige Anzahl der Verlängerungen oder die Höchstdauer der Befristung abweichend festgelegt werden.
  • Gibt es einen sachlichen Grund für die Befristung, ist diese ebenfalls zulässig. § 14 Abs. 1 TzBfG zählt einige sachliche Gründe auf. Die Aufzählung ist nicht abschließend.
  • Eine unzulässige Befristung ist unwirksam. Der Arbeitsvertrag bleibt aber wirksam und gilt als auf unbestimmte Zeit geschlossen.
  • Gegen eine unwirksame Befristung kann sich der Arbeitnehmer mit einer Klage am Arbeitsgericht
Autor: Dr. Stephanie Kaufmann-Jirsa

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