03.12.2018

Arbeitszeit in der Bundesverwaltung vor Petitionsausschuss

Offenbar kommen die Gewerkschaften bei der Reduzierung der regelmäßigen Wochenarbeitszeit für Beamte in der Bundesverwaltung nicht weiter. Nun platzte einer Beamtin bei der Bundesagentur für Arbeit der Kragen. Sie wandte sich an den Petitionsausschuss des Bundestags. Binnen vier Wochen sollen 58.000 Mitzeichner die Petition unterstützt haben, berichten die Stuttgarter Nachrichten. Das reichte wohl dem BT-Ausschuss für ein Gespräch mit der Kollegin.

Arbeitszeit

Beamtin wehrt sich gegen Arbeitszeit

So war in den Stuttgarter Nachrichten zu lesen: Eine oder zwei Arbeitsstunden mehr in der Woche – ist doch halb so wild. Nicht mit Claudia Maurus! „Rechnen Sie mal hoch aufs Jahr“, sagt die 51-Jährige. „Was das für einen Freizeitverlust ausmacht!“

Ungerechte 41-Stunden-Woche

Die als Sachbearbeiterin bei der Bundesagentur für Arbeit in Günzburg tätige Beamtin hält die 41-Stunden-Woche für Bundesbeamte im Vergleich zu den Arbeitnehmern von nur 39 Stunden für ungerecht. Und das nun schon seit zwölf Jahren. Die Tarifkräfte würden mittlerweile genauso viel verdienen wie sie, aber an der unterschiedlichen Regelung der Wochenarbeitszeit ändere sich nichts. Wohl auch wegen des aufkommenden Personalmangels. Auch in einigen Bundesländern gäbe es noch die 41-Stunden-Woche nur für Beamte.

Thema im Petitionsausschuss in Berlin

Nun darf die Beamtin fünf Minuten lang ihr Anliegen vor den Abgeordneten im Petitionsausschuss in Berlin vortragen. Es kann gut sein, dass später das Parlament darüber debattiert. Spätestens dann wäre das Bundesinnenministerium am Zuge mit einer Erklärung, wie es weitergehen soll.

Autor: Werner Plaggemeier (langjähriger Herausgeber der Onlinedatenbank „Personalratspraxis“)