Lexikonstichwort | Beitrag aus „Mitbestimmung von A-Z“
08.04.2016

Arbeitsunfähigkeit

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Wird ein Arbeitnehmer durch Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit daran gehindert, seine vertraglich geschuldete Arbeitsleistung zu erbringen und trifft ihn an der Arbeitsunfähigkeit kein Verschulden, so steht ihm ein Anspruch auf Entgeltfortzahlung gegen seinen Arbeitgeber für einen Zeitraum von bis zu sechs Wochen zu. Eine Arbeitsunfähigkeit liegt vor, wenn ein Krankheitsgeschehen den Arbeitnehmer außerstande setzt, die ihm nach dem Arbeitsvertrag obliegende Arbeit zu verrichten, wenn er die Arbeit nur unter der Gefahr fortsetzen könnte, in absehbarer naher Zeit seinen Gesundheitszustand zu verschlimmern oder wenn infolge einer notwendigen Krankenpflege die Arbeitsleistung unzumutbar und damit für den Arbeitnehmer unmöglich wird. Eine Arbeitsunfähigkeit kann somit unmittelbar durch die Art und Schwere der Krankheit oder erst infolge der durch die Krankheit erforderlichen Krankenpflege oder Schonung eintreten. Von Arbeitsunfähigkeit ist auch dann auszugehen, wenn ein Arbeitnehmer wegen Defekts eines technischen Hilfsmittels wie z.B. einer Prothese oder eines Hörgeräts seine Arbeitsleistung nicht erbringen kann. Dagegen ist keine Arbeitsunfähigkeit gegeben, wenn die Krankheit den Arbeitnehmer nicht an der Erbringung der Arbeitsleistung hindert, sondern nur an der Zurücklegung des Weges zur Arbeit.

Anspruch auf Arbeitsentgeltfortzahlung

Das Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) regelt den Anspruch des Arbeitnehmers auf Fortzahlung des Arbeitsentgelts bei Arbeitsunfähigkeit …

Autor: WEKA Redaktion

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