Lexikonstichwort | Beitrag aus „Mitbestimmung von A-Z“
08.04.2016

Arbeitskampf

© Rawpixel /​ Fotolia

Arbeitskampf ist der Oberbegriff für die Arbeitskampfmittel der Arbeitnehmer (= Streik) und der Arbeitgeber (= Aussperrung). Der Streik ist die kollektive Arbeitsniederlegung der Arbeitnehmer zur Durchsetzung tariflich regelbarer Arbeitsbedingungen, die Aussperrung das Arbeitskampfmittel der Arbeitgeber. Bei der Aussperrung wird den Arbeitnehmern die Beschäftigung und damit die Lohnzahlung verweigert. Die Aussperrung kann in zwei Formen durchgeführt werden: die Angriffsaussperrung und die Abwehraussperrung.

Arten von Arbeitskampfmaßnahmen

Angriffsaussperrung

Bei der Angriffsaussperrung geht die Initiative von der Arbeitgeberseite aus, ohne dass zuvor Streikmaßnahmen der Arbeitnehmer erfolgt sind. Die Arbeitgeber übernehmen in diesem Fall die Angreiferrolle, um eigene Forderungen wie z.B. Arbeitszeitverlängerungen oder Lohnsenkungen durchzusetzen.

Abwehraussperrung

Die Abwehraussperrung ist eine Reaktion auf einen vorausgegangenen Streik der Arbeitnehmer. Trotz teilweise heftiger Kritik der Gewerkschaften sind nach ganz herrschender Meinung, vor allem aber nach der ständigen Rechtsprechung Aussperrungen – Abwehr- und auch Angriffsaussperrung – zulässig.

Rechtmäßige Streiks

Führt eine Gewerkschaft einen Streik, so wird zunächst vermutet, dass er die Regelung von Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen zum Gegenstand hat und damit rechtmäßig ist. Dies gilt auch, wenn der Streik dazu dienen soll, den tarifunwilligen Arbeitgeber an den Verhandlungstisch zu bringen. Dagegen …

Autor: WEKA Redaktion

Sie sehen nur einen Ausschnitt aus dem Produkt „Mitbestimmung von A-Z“. Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, „Mitbestimmung von A-Z“ 30 Minuten lang live zu testen - sofort, ohne Registrierung und mit Zugriff auf fast alle Funktionen.

„Mitbestimmung von A-Z“ jetzt 30 Minuten live testen!

Produkte und Veranstaltungen

Produktempfehlungen

Aktuelle Veranstaltungen