03.12.2019

Arbeitsdruck und Stress nehmen zu

Termin- und Leistungsdruck empfinden viele Beschäftigte als besondere Belastungen. Wie stark diese wahrgenommen werden, ist in den einzelnen Tätigkeitsbereichen (Branchen) unterschiedlich. Nach einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage einer Bundestagsfraktion hat auch in der öffentlichen Verwaltung, besonders aber in der Energie- und Wasserversorgung, der Arbeitsdruck in den letzten beiden Jahren zugenommen.

Stress

Ein Blick in die verschiedenen Branchen

Beschäftigte in der Energie- und Wasserversorgung und im Kredit- und Versicherungsgewerbe berichten gleichermaßen häufig (49 %) über steigenden Arbeitsdruck und Stress am Arbeitsplatz innerhalb der vergangenen zwei Jahre. An dritter Stelle folgt als Branche das Gesundheits- und Sozialwesen (43 %). Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage einer Bundestagsfraktion hervor. In der öffentlichen Verwaltung und in der Sozialversicherung sind es immerhin noch 43 % der dort Beschäftigten, die eine zunehmende Arbeitsbelastung spüren. Die gesamte Antwort kann im Internet unter https://dipbt.bundestag.de/doc/btd/19/134/1913477.pdf gelesen werden.

Welche Rolle spielt das Alter?

Wird das Lebensalter zugrunde gelegt, berichten vor allem Beschäftigte im Alter zwischen 50 und 54 Jahren häufig über die Zunahme von Stress und Arbeitsdruck, wobei der Anteil mit zunehmendem Alter steigt. Eine Aufgliederung der Angaben im Bundesvergleich ergibt, dass sich insbesondere Beschäftigte aus Brandenburg (45 %), Sachsen-Anhalt, Saarland und Rheinland-Pfalz (41 %) von der zunehmenden Arbeitsbelastung betroffen fühlen. Teilzeitbeschäftigte empfanden die Belastung durch starken Termin- und Leistungsdruck stärker (68 %) als Vollzeitbeschäftigte (66 %).

Autor: Werner Plaggemeier (langjähriger Herausgeber der Onlinedatenbank „Personalratspraxis“)