06.04.2016

Anwesenheitsprämie

Die Anwesenheitsprämie ist eine Sonderzahlung, die zusätzlich zum regelmäßigen Lohn oder Gehalt gezahlt wird. Anwesenheitsprämien werden – als laufende oder einmalige Zahlungen – vor allem für den Fall versprochen, dass der Arbeitnehmer keine Fehlzeiten hat oder diese zumindest ein bestimmtes Maß nicht überschreiten. Anwesenheitsprämien sollen die pünktliche und ständige Anwesenheit des Arbeitnehmers am Arbeitsplatz sicherstellen und werden in Arbeits- oder Tarifverträgen vereinbart.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Die Anwesenheitsprämie ist eine fehlzeitorientierte Sondervergütung, die der Arbeitgeber als Anreiz gewährt, die Zahl der berechtigten oder unberechtigten Fehltage im Bezugszeitraum möglichst gering zu halten.

  • Anders als bei einer Leistungsprämie will der Arbeitgeber bei der Anwesenheitsprämie allein die tatsächliche Anwesenheit der Beschäftigten am Arbeitsplatz belohnen – nicht deren Leistungsfähigkeit.

  • Eine Anwesenheitsprämie kann entweder für jeden einzelnen Tag, an dem der Arbeitnehmer seine Arbeit aufnimmt oder als Einmalleistung zu einem bestimmten Zeitpunkt (Monats-, Quartals- oder Jahresende) gewährt werden.

  • Der Arbeitnehmer erhält die Anwesenheitsprämie, wenn er keine Fehlzeiten aufweist oder diese ein bestimmtes Maß nicht überschreiten.

  • Da die Anwesenheitsprämie eine Sondervergütung ist, ist eine Kürzung für Zeiten der Arbeitsunfähigkeit infolge von Krankheit zulässig.

  • Die Kürzung der Anwesenheitsprämie darf für jeden Tag der Arbeitsunfähigkeit ein …

Autor: Dr. Stephanie Kaufmann-Jirsa

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