06.04.2016

Alkoholtest (Drogentest)

Bei einem Alkohol- und Drogentest oder Screening handelt es sich um Untersuchungen diverser Körpersubstanzen wie Blut, Speichel oder Haaren. Bei Drogenscreenings wird am häufigsten eine Urinprobe eingesetzt. Mithilfe dieser Untersuchungen kann der Konsum einzelner Drogen erkannt und es können Rückschlüsse auf den Zeitpunkt bzw. -raum ihrer Einnahme geschlossen werden. All das dient der Klärung der im Interesse des Arbeitgebers liegenden Frage, ob ein Fall von Alkohol- oder Drogenmissbrauch vorliegt und dementsprechend die notwenige Geeignetheit und Zuverlässigkeit für die entsprechende Tätigkeit fehlt. In vielen deutschen Betrieben sind solche Tests bereits gängige Praxis, sei es zu Beginn eines Arbeitsverhältnisses bei Bewerbern oder auch während laufender Arbeitsverhältnisse. Die viel diskutierte Frage ist, ob und unter welchen Voraussetzungen solche Untersuchungen rechtlich überhaupt zulässig sind.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Durch Alkohol- und Drogentests/Drogenscreenings werden personenbezogene Daten im Sinne des Datenschutzrechts erhoben. Diese erlauben Einsicht in den Gesundheitszustand des Einzelnen und sogar in sein privates Verhalten. Dies stellt einen Eingriff in das verfassungsrechtlich geschützte Persönlichkeitsrecht (Artikel 1 Abs. 1, 2 Abs. 1 GG) dar.

  • Die Entnahme von Blut oder Haaren verletzt außerdem das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit (Artikel 2 Abs. 2 Satz 1 GG).

  • Alkohol- und Drogentests/Drogenscreenings dürfen aufgrund der Beeinträchtigung …

Autor: Ines Heinsius

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