Lexikonstichwort | Beitrag aus „Mitbestimmung von A-Z“ 08.04.2016

Änderungskündigung

Eine Änderungskündigung ist die Kündigung des Arbeitsverhältnisses und ein mit dieser Kündigung im Zusammenhang stehendes Angebot, das Arbeitsverhältnis zu geänderten Bedingungen fortzusetzen. Die geänderten Bedingungen können sich beispielsweise auf die Tätigkeit, die Eingruppierung, den Einsatzort oder das Arbeitsentgelt beziehen. Die Änderungskündigung besteht somit aus zwei Teilen:

  • der Kündigung des bestehenden Arbeitsverhältnisses und

  • dem Angebot zum Abschluss eines neuen Arbeitsverhältnisses zu geänderten Arbeitsbedingungen.

Beide Erklärungen müssen im Zusammenhang stehen. Eine Änderungskündigung liegt daher nicht vor, wenn der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis gekündigt hat und ein Änderungsangebot erst im Anschluss an diese Kündigung nachgeschoben wird. Ziel der Änderungskündigung ist eine Umgestaltung des Arbeitsverhältnisses, nicht die Beendigung. Allerdings wird die Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Kauf genommen, wenn es nicht zu der geforderten Änderung der Arbeitsvertragsbedingungen kommt.

Kündigungsarten

Die Änderungskündigung kann als ordentliche oder auch außerordentliche Kündigung erfolgen. Allerdings kommt eine außerordentliche Kündigung nur in Betracht, wenn die Änderung der Vertragsbedingungen vor Ablauf der Kündigungsfrist unabweisbar notwendig ist und die neuen Bedingungen für den Arbeitnehmer zumutbar sind. Nicht jede mit dem Festhalten am Vertragsinhalt verbundene Last bildet einen wichtigen Grund zur außerordentlichen Änderungskündigung. Aus …

Autor: WEKA Redaktion

Sie sehen nur einen Ausschnitt aus dem Produkt „Mitbestimmung von A-Z“. Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, „Mitbestimmung von A-Z“ 30 Minuten lang live zu testen - sofort, ohne Registrierung und mit Zugriff auf fast alle Funktionen.

„Mitbestimmung von A-Z“ jetzt 30 Minuten live testen!