Fachbeitrag | Baukonstruktion
24.03.2015

Fußgängerbrücke: Aluminium statt Stahl

Vorgefertigter Oberbau machte Rangieren zur Millimeterarbeit, verkürzte die Bauzeit vor Ort jedoch drastisch. Die Fußgängerbrücke ist besonders leicht, optisch ansprechend und wartungsfrei.

Steg über die Mangfall© PML, ROPLAN

Nachdem im Jahr 2012 in einem Gutachten festgestellt worden war, dass der sogenannte Hackensteg, der in der oberbayerischen Gemeinde Feldkirchen-Westerham über die Mangfall führt, gravierende Schäden – unter anderem an Geländer und Holzbelag – aufwies, entschieden sich die Verantwortlichen für eine Sperrung und einen Neubau der Brücke.

Das mit dem Projekt beauftragte Ingenieurbüro konzipierte zunächst eine Stahlfachwerkbrücke, die Wahl fiel letztlich jedoch auf eine Sonderkonstruktion der Peter Maier Leichtbau (PML) GmbH, die in vollständiger Aluminium-Leichtbauweise ausgeführt ist. Der neue Steg im Ortsteil Westerham zeichnet sich dank dieses Materials nicht nur durch ein geringes Gewicht von 8 t, sondern auch durch seine Wartungsfreiheit aus.

Das Bauwerk verfügt über einen Edelstahlhandlauf sowie eine rutschfest mit Polyurethan beschichtete Lauffläche und ist komplett eloxiert, was für eine besonders hohe Witterungs- und Korrosionsbeständigkeit sorgt. Zudem wurde eine Schmutzwasser-Druckleitung, die seitlich angebracht werden sollte, bei Statik und Konstruktion berücksichtigt. Der Oberbau wurde im Werk vorgefertigt, was die Bauzeit vor Ort drastisch verkürzte, das Rangieren im Bereich der Baustelle aufgrund nahestehender Gebäude jedoch zu einer besonderen Herausforderung machte.

Autor: WEKA Redaktion 

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