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09.09.2015

Breitbandstrategie : Auch die Schulen sollen profitieren

Die 21,3 Millionen Euro, die als „Digitale Dividende“ aus der Versteigerung von Fernsehfrequenzen in den schleswig-holsteinischen Landeshaushalt fließen, sollen vor allem in den weiteren Glasfasernetz-Ausbau investiert werden. Besonderes Augenmerk gilt dabei einem Backbone-Netz.

Wahlrecht© juergen2008 /​​ iStock /​​ Thinkstock

Schleswig-Holstein: Mittel für Breitbandstrategie fließen in Glasfaserausbau

Wie Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer am Dienstag dieser Woche (8. September 2015) nach der auswärtigen Kabinettssitzung in Bad Oldesloe (Kreis Stormarn) sagte, steht der Aufbau eines so genannten Backbone-Netzes im Vordergrund. Es soll die Basis für einen besseren Anschluss der öffentlichen Verwaltungen und auch der Schulen bilden und zudem die letzten Lücken in der Versorgung mit schnellem Internet im Land schließen helfen.

Neben der Stärkung von Schulen, Kommunal- und Landesnetzen soll auch das Zinssubventionierungsprogramm aufgestockt werden, das bereits so gut wie ausgeschöpft ist. Breitband-Projektträgern werden hier für fünf Jahre die Kreditzinsen um 1,5 Prozentpunkte subventioniert. Das kann die zumeist schwierige Anfangsphase der Vorhaben erleichtern.

Darüber hinaus will die Landesregierung die Versteigerungserlöse zur Kofinanzierung des Breitbandförderprogramms des Bundes nutzen. „Es geht darum, möglichst viele Bundesmittel nach Schleswig-Holstein zu holen und damit die Kommunen zu unterstützen“, so Meyer.

Hintergrund: Aktuell verfügen in Schleswig-Holstein bereits 70 Prozent der Haushalte über Bandbreiten von 50 Megabit pro Sekunde im Download und mehr. Damit liegt das nördlichste Bundesland nach wie vor auf Platz zwei in Deutschland. Die Breitbandstrategie der Landesregierung hat das Ziel gesetzt, dass bis 2030 flächendeckend jeder Haushalt ans Glasfasernetz angebunden ist. Zurzeit könnten 23 Prozent der Haushalte in Schleswig-Holstein einen Glasfaseranschluss bekommen. Bundesweit sind es 2,6 Prozent.

Autor: Wolfram Markus (Wolfam Markus ist Herausgeber des WEKA-Handbuchs "Kommunalpolitik". )

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