News | Information 16.06.2015

Besserer Hochwasserschutz für Schlottwitz

Das Dorf Schlottwitz in Sachsen ist künftig sicherer vor dem Hochwasser der Müglitz. Gemeinsam mit Bürgern sowie Vertretern der beteiligten Behörden gab jetzt Umweltstaatssekretär Herbert Wolff die Hochwasserschutzmaßnahmen in dem Ortsteil der Stadt Glashütte frei.

Das Münchner Rathaus

Freistaat Sachsen investiert weitere 4,4 Millionen Euro im Müglitztal

Insgesamt investierte das Land in die Hochwasserschutzmaßnahmen im Ortsteil der Stadt Glashütte 4,4 Millionen Euro. Im Rahmen von acht Bauabschnitten wurden auf mehr als einem Kilometer Böschungen gesichert und befestigt, über 400 Meter Hochwasserschutzmauern errichtet sowie auf mehr als 800 Metern die Ufer erhöht.

„Der wirksame Hochwasserschutz für Schlottwitz war wegen der Platzverhältnisse aber nur in Verbindung mit Wasserrückhalt im Oberlauf der Müglitz möglich. Dieser wurde durch die Hochwasserrückhaltebecken Lauenstein und Glashütte in den vergangenen Jahren bereits entscheidend verbessert. Insgesamt können die beiden Becken sechs Millionen Kubikmeter Wasser zurückhalten“, so Herbert Wolff, Staatssekretär im sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft.

Für einen verbleibenden Bauabschnitt an einer Bahnbrücke in Schlottwitz sollen noch in diesem Jahr die Planungsunterlagen zur Genehmigung eingereicht werden. Das Bauwerk engt den Abflussquerschnitt stark ein, weswegen die Müglitz bei starker Wasserführung dort angestaut wird. Daher müssen oberhalb der Brücke noch die Ufermauern um etwa 50 Zentimeter erhöht werden.

Der Freistaat Sachsen hat seit 2002 2,1 Milliarden Euro in die nachhaltige Schadensbeseitigung an Fließgewässern und in den präventiven Hochwasserschutz investiert. Bis 2020 sind weitere Investitionen in Höhe von 500 Millionen Euro vorgesehen.

Autor: Wolfram Markus (Wolfam Markus ist Herausgeber des WEKA-Handbuchs "Kommunalpolitik")