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22.07.2015

Barock trifft Moderne

Mit einem 3,6-Millionen Euro-Zuschuss des Bundes kann in der saarländischen Landeshauptstadt Saarbrücken jetzt die baukulturell bedeutende Ludwigskirche restauriert und das Bauwerk in das Gesamtprojekt „Stadtmitte am Fluss“ integriert werden. Geld kommt auch vom Innenministerium.

Das Münchner Rathaus© juergen2008 /​ iStock /​ Thinkstock

Saarbrücken erhält Bundesmittel für wichtiges städtebauliches Projekt

Die saarländische Landeshauptstadt Saarbrücken erhält 3,6 Millionen Euro Bundesfördermittel für das Projekt „Barock trifft Moderne – Städtebauliche Einbindung des Barock-Ensembles Ludwigskirche in das Gesamtprojekt Stadtmitte am Fluss“. Das Geld soll für Arbeiten zur Aufwertung von Ludwigskirche und Friedenskirche sowie für die städtebauliche Aufwertung der Stengel- und Eisenbahnstraße im Bereich des Ludwigsplatzes verwendet werden. Zudem sollen die Stengelstraße und ihre Anbindung über die Wilhelm-Heinrich-Brücke an die Innenstadt umgestaltet werden. Der erforderliche Eigenanteil der Stadt wird über eine finanzielle Unterstützung des Landesinnenministeriums in Höhe von bis zu 400.000 Euro sichergestellt.

Die städtebauliche Integration des Barockensembles Ludwigskirche in das Gesamtprojekt „Stadtmitte am Fluss“ fokussiert sich auf das herausragende Baudenkmal der Kirche und würdigt darüber hinaus das baukulturelle Erbe der Nachkriegsmoderne.

Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, die den Projektantrag auf den Weg gebracht hatte, zeigte sich hoch erfreut über die Förderentscheidung: „Das ist ein guter Tag für die Ludwigskirche, für die Stadt Saarbrücken und für das Saarland insgesamt. Ich freue mich, dass mit der Unterstützung des Landes einer der bedeutendsten barocken evangelischen Kirchenbauten in Deutschland restauriert und gleichzeitig das städtebauliche Umfeld rund um den Ludwigsplatz aufgewertet werden kann.“

Hintergrund: Mit dem Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ fördert der Bund seit 2014 national bedeutsame städtebauliche Projekte. Im April dieses Jahres hatte das Bundesbauministerium einen Projektaufruf zur Förderung von Investitionen in nationale Projekte des Städtebaus gestartet. Gesucht wurden Vorhaben mit ausgeprägtem städtebaulichen Bezug – insbesondere solche mit Denkmalensembles von nationalem Rang und Kulturgütern mit außergewöhnlichem Wert, die auch Maßnahmen in deren Umfeld integrieren. 46 ausgewählte Projekte (aus bundesweit insgesamt 168) erhalten Mittel aus dem rund 150 Millionen umfassenden Programm.

Autor: Wolfram Markus (Wolfam Markus ist Herausgeber des WEKA-Handbuchs "Kommunalpolitik")

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