13.04.2016

Zulässigkeit von Tierhaltungsanlagen

Der Strukturwandel in der Landwirtschaft führt zu einer Konzentration der landwirtschaftlich genutzten Flächen auf immer weniger Betriebe. Gleichzeitig hat sich die Tierhaltung als wesentlicher Teil der landwirtschaftlichen Produktion ausgeweitet. Damit einhergehend erhöht sich die Zahl an Tieren pro Stall bzw. pro Betrieb signifikant. Wegen der höheren Wertschöpfung werden zudem immer größere Tierhaltungsanlagen mit arbeitssparender Betriebstechnik von den Betrieben angestrebt. In diesem Zusammenhang sind in den letzten Jahren verstärkt Tierhaltungsanlagen im Außenbereich abseits der Ortslagen und teilweise auch abseits vorhandener Hofanlagen errichtet worden. Ein erheblicher Anteil dieser sowie der neu geplanten Tierhaltungsanlagen liegt im bisher noch weitgehend gering zersiedelten Außenbereich. Standorte im Außenbereich werden u.a. bevorzugt, um ohne kostenintensive Filtertechnik die erforderlichen Abstände und Geruchsimmissionsbelastungen zur Nachbarbebauung einhalten zu können.

Im Zuge dieser Entwicklung werden die Entwicklungsabsichten von Gemeinden zunehmend von denen tierhaltender Betriebe tangiert. Zukunftsorientierte Tierhaltungsbetriebe investieren überwiegend in Tierhaltungsanlagen an Standorten im Außenbereich. Grundsätzlich ist der Außenbereich von der Bebauung frei zu halten. Die Errichtung von Gebäuden und bauliche Maßnahmen an bestehenden Gebäuden sind im Außenbereich nach § 35 BauGB nur bei wenigen Ausnahmen unter Einhaltung bestimmter Voraussetzungen und …

Autor: Sterl

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