13.04.2016

Zulässigkeit von Biogasanlagen

Im Zusammenhang mit dem Klimawandel hat sich die Erzeugung von Energie aus Biomasse in den letzten Jahren zu einer der wesentlichen Bestandteile der regenerativen Energiegewinnung entwickelt. Seit 2014 sind – bedingt durch die Regelungen des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) – aber kaum noch neue Anlagen errichtet worden. Inwiefern durch geänderte politische Rahmenbedingungen die Erzeugung von Strom aus Biogas zukünftig wieder an Bedeutung gewinnt, ist abzuwarten. Hierbei ist auch zu beachten, welche Zukunftsperspektiven den bestehenden Biogasanlagen eröffnet werden sollen.

Die Erzeugung von Strom und ggf. auch Wärme durch Umwandlung von Biomasse befindet sich in einem genehmigungsrechtlichen Spannungsfeld zwischen bau– und immissionsschutzrechtlichen Vorgaben, dem Außenbereichsschutz, dem Natur- und Landschafts- sowie dem Grundwasserschutz. Zu beachten sind auch mögliche Konflikte mit benachbarter Wohnbebauung durch Geruchs- und Lärmbelästigungen. Der Standortwahl kommt insoweit eine besondere Bedeutung zu.

Definition und planungsrechtliche Zulässigkeit von Biogasanlagen

Als Biogasanlage wird eine Anlage verstanden, die der Erzeugung von Biogas durch Vergärung von Biomasse dient. In Biogasanlagen werden meist tierische Exkremente (Gülle, Festmist) und Pflanzen als Substrate eingesetzt. Das hierbei entstehende Gas wird in der Regel vor Ort in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) zur Strom- und bisher in unterschiedlichem, insgesamt aber nur in geringerem Umfang zur Wärmeerzeugung …

Autor: Sterl

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