03.03.2017

Wohngebäude

Der Kampf mit der Bauordnung

Begriff

Als Wohngebäude gelten solche Gebäude , die zum dauernden Wohnen bestimmt sind. Sie enthalten eine oder mehrere Wohneinheiten . Nutzungen für freie Berufe sind ebenfalls möglich, wenn diese das Wohnen nicht überwiegen und der Gebäudecharakter eines Wohnhauses erhalten bleibt. Zu den Wohngebäuden zählen Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäuser sowie Wohnhäuser als Bestandteil von Wohnanlagen.

Wohnheime zählen dann zu den Wohngebäuden, wenn die Bewohner ihren Lebensmittelpunkt im Heim haben und ihren häuslichen Wirkungskreis überwiegend selbst gestalten können. Auch Altenwohn- und -pflegeheime (§ 3 Abs. 4 BauNVO), die der Betreuung und Pflege ihrer Bewohner dienen, gehören zu den Wohngebäuden.

Vom Wohnen ist die Unterbringung zu unterscheiden, die eine selbstständige Haushaltsführung nicht ermöglicht. Hierzu gehören z.B. Unterbringungsheime oder Wohncontainer für Saison- oder Montagearbeiter. Eine solche Unterbringung ist in der Regel vorübergehend und behelfsmäßig.

Nicht zu den Wohngebäuden zählen Beherbergungsbetriebe wie Hotels und Pensionen, weil nicht das Wohnen selbst, sondern eine gewerbliche Vermietung von Zimmern oder Appartements im Vordergrund steht.

Auswahl des Baugrundstücks

Für die Standortwahl eines Wohngebäudes sind die Vorschriften des Bauplanungsrechts maßgebend. Im Flächennutzungsplan der jeweiligen Gemeinden und Landkreise sind Bauflächen dargestellt, darunter auch Wohnbauflächen und gemischte Bauflächen, aus denen jedoch unmittelbar kein Baurecht abgeleitet …

Autoren: Simons , Odszuck , Ulrich , Nusch , Schütze

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