Fachbeitrag | Beitrag aus „Energieeffizientes Planen und Bauen nach EnEV 2016“ 01.12.2016

Wasser-Wasser-Wärmepumpen

Die effizienteste Möglichkeit, Umweltwärme mittels Wärmepumpen zu nutzen, ist die Anzapfung von Grundwasser als Wärmequelle. Je nach Grundwassertiefe kann das ganze Jahr über ein Temperaturniveau von 8–14 °C genutzt werden, was zu hohen Jahresarbeitszahlen verhilft. Voraussetzungen dafür sind eine geringe Grundwassertiefe (idealerweise < 10 m) und ein ausreichend großer Grundwasserstrom. Für die Nutzung von Grundwasser ist immer eine Genehmigung der zuständigen Behörde erforderlich. Im Vorfeld sind Angaben über die Grundwassertiefe, Strömungsrichtung und die maximale entnehmbare Wärmemenge sowie maximale Temperaturanhebung einzuholen.

Zum Betrieb einer Grundwasser-Wärmepumpe benötigt man zunächst einen Saugbrunnen, bei dem in einem entsprechend ausgebildeten Brunnenschacht eine Förderpumpe installiert wird, die das Grundwasser aus der wasserführenden Schicht über eine Rohrleitung zur Wärmepumpe transportiert. Über einen Wärmetauscher wird dem Grundwasser Wärme entzogen und an das Kältemittel abgegeben. Das abgekühlte Wasser wird über einen zweiten Brunnen (sog. Schluckbrunnen) wieder in die Grundwasserschicht zurückgeführt.

Vorteile von Grundwasser-Wärmepumpen

  • hohe Jahresarbeitszahlen möglich

  • meist nur geringe Bohrtiefen nötig

  • konstanter Temperaturverlauf während des gesamten Jahres

  • Nutzung auch in dicht bebauten Gebieten möglich, da die Brunnenanlage nur wenig Platz benötigt und unter Umständen sogar im/unter dem Gebäude installiert werden kann (Achtung bei drückendem Wasser!)

Autor: David Gärtner

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