Fachbeitrag | Beitrag aus „Energieeffizientes Planen und Bauen nach EnEV 2016“ 01.12.2016

Wärmedurchlasswiderstand

Der Wärmedurchlasswiderstand beschreibt den Widerstand den ein Bauteil dem Wärmestrom bei 1 Kelvin Temperaturdifferenz auf 1 m2 Fläche entgegensetzt. Je höher der Wärmedurchlasswiderstand einer Baustoffschicht ist, desto besser sind ihre wärmedämmenden Eigenschaften. Die Berechnung des Wärmedurchlasswiderstands erfolgt nach DIN EN ISO 6946:2008-04: Bauteile – Wärmedurchlasswiderstand und Wärmedurchgangskoeffizient – Berechnungsverfahren.

Es sind die folgenden Gegebenheiten bei der Berechnung des Wärmedurchlasswiderstands zu betrachten:

  • Wärmedurchlasswiderstand homogener Schichten

  • Wärmedurchlasswiderstand von Luftschichten

  • Wärmedurchlasswiderstand unbeheizter Räume

Wärmedurchlasswiderstand einer homogenen Baustoffschicht

Die Berechnung des Wärmedurchlasswiderstands für homogene opake Baustoffschichten ergibt sich aus dem Quotienten der Dicke der Baustoffschicht und ihrer Wärmeleitfähigkeit. Bei einem Bauteil, welches aus mehreren homogenen Bauteilschichten besteht, werden die Einzelwiderstände addiert.

Wärmedurchlasswiderstand einer Luftschicht

Nach DIN EN ISO 6946 sind die in der Norm angegebenen Bemessungswerte bei Luftschichten anzuwenden, die

  • von zwei Flächen (parallel zueinander) begrenzt sind, senkrecht zur Richtung des Wärmestroms verlaufen und einen Emissionsgrad von mindestens 0,8 aufweisen,

  • eine Dicke in Wärmestromrichtung von weniger als das 0,1-Fache eines der anderen beiden Maße und höchstens 0,3 m besitzen,

  • keinen Luftaustausch mit dem Innenraum aufweisen.

Autor: Heike Kempf

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