Fachbeitrag | Beitrag aus „Energieeffizientes Planen und Bauen nach EnEV 2016“ 21.01.2016

Wärmebrücken

Entstehung und Auswirkungen von Wärmebrücken

Durch die Hülle eines Baukörpers fließt immer eine bestimmte, als sog. Wärmestrom bezeichnete Wärmemenge ab. Wird dieser gleichmäßige Wärmeabfluss signifikant verändert, entstehen sog. „Wärmebrücken“. Dort fließt ein erhöhter Wärmestrom, in dessen Folge die Temperaturen auf der Innenseite der Konstruktion sinken und sich dort Tauwasser bilden kann.

Bild 1: Wärmeströme im Bereich eines ungestörten Bauteils und im Bereich einer Stütze

Wärmebrücken treten in vielfältigen Formen in allen Bereichen der Gebäudehülle auf, im Neubau genauso wie im Gebäudebestand.

Typische Wärmebrücken

Wärmebrücken entstehen aus unterschiedlichen Gründen und werden entsprechend dieser Typen eingeordnet bzw. klassifiziert:

Konstruktionsbedingte Wärmebrücken

Konstruktionsbedingte Wärmebrücken entstehen durch eine Konstruktionsänderung im Bereich von Anschlusspunkten verschiedener Bauteile wie z.B.:

  • Bodenplatte/Außenwand

  • Rollladenkästen

  • auskragende Bauteile wie z.B. Balkonplatten

  • Geschossdecke/Außenwand

  • Veränderungen der Materialstärke des Bauteils, z.B. die Heizkörpernische

Materialbedingte Wärmebrücken

Materialbedingte Wärmebrücken sind gekennzeichnet durch Materialwechsel innerhalb von Bauteilen, z.B.:

  • das Auflager der Stahlbetondecke in einer Mauerwerkswand

  • das Einbinden einer Mauerwerkswand in eine Dachkonstruktion

  • Stahl- oder Stahlbetonstützen innerhalb von Mauerwerkswänden

Geometrische Wärmebrücken

Geometrische Wärmebrücken entstehen in Bereichen mit …

Autor: Wilfriede Renate Schamoni (Dipl.-Ing. Architektin)

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